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Fcldzug vom Jahr 1646.
„Augspurg, wenn sie eine der Armeen vor Rayn in der Belagerung verwickelt sahen,
„vielleicht ihre eigne Unterhandlung in die Lange ziehen wurden, brach in aller Eil nach„Rayn auf, und rufte den Herrn von Beauveau wieder ab. Die Schweden hatten„bereits seit drey oder vier Tagen die Laufgraben eröffnet, als die französische Armee„anlangte, und gleich an ebendemselben Tage auch die ihrigen auswarf. Zu der zwey-ten oder dritten Nacht, als die Franzosen dem Bastione bereits nahe standen, schlug„die Besatzung Chamade auf der Seite der Schweden, die ihnen am nächsten waren,
»und die Garnison zog nach Ingolstadt ab, beynahe zwey tausend Mann stark, die viel„geschossen und schlecht sich vertheidigt hatten.
„Während dieser Belagerung sprach der Feldmarschall Wrangel öfters mit Tü-„rennen, wer in der Folge zu Augspurg den Gouverneur bestellen würde; in Betracht„der Garnison war der schwedische General es zufrieden, daß sie aus Truppen von bey-den Theilen bestünde; in Ansehung des Commandos aber glaubte derselbe, daß, weil„der verstorbne König von Schweden den Platz bereits besessen, seinem Volke mehr An-spruch darauf verbliebe, als den Franzofen. Und vermuthlich war die Furcht, daß„die Franzosen, wenn sie durch Accord die Stadt erhalten, auch einen Commandanten„daselbst einsetzen würden, eine der vornehmsten Ursachen, weswegen Wrangel so sehr„in den Marschall Türenne gedrungen, vor Rayn zu ihm zu stoßen. Dennoch kam es„nie zu irgends einem bittern Streit zwischen den Generalen; und wäre das Ganze ge-lungen , so würde man vermuthlich durch das Loos die Sache entschieden haben. In-dessen aber Rayn, das die Schweden besetzten, sich ergab, kam die Nachricht, daß der„Oberste Royer von dem Feinde aus Memmingen mit zwölf bis fünfzehn hundert Mann„in Augspurg eingerückt wäre. Doch wurde beschlossen, den Marsch dahin zu unter-nehmen, und es zu versuchen, ob es in den sieben oder acht Tagen, die noch überblieben,
„ehe die Feinde ankommen konnten, möglich wäre, die Stadt zu berennen und den feind-lichen Succurs unmöglich zu machen. Man gieng zurück über den Lech und bezog die„Quartiere vor Augfpurg; jede Armee öffnete ihre eigne Tranchee: aber man fand ei-«nen Graben, der sehr tief und fehr breit war, und die Schwürigkeiten ihn zu passiren„um so größer, weil alles, was dazu nöthig war, fehlte, wie bey Armeen, die im Felde„agiren, gewöhnlich ist. Doch stand man bereits an dem Rande, und hatte nicht„mehr als fünf oder sechs hundert Mann verloren, als die Nachricht ankam, daß die„Kaiserlichen und Bayern nur noch zwey Stunden entfernt wären." Sie hatten nach Merlan unddem Aufbruche der vereinigten Armeen eine Zeitlang in Franken sich verweilt, Aschaf- Puftndorf.fenburg und andre von den Mitten besetzte Posten wieder eingenommen, und sodann
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