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Feldzug vom Jahr 1647 und 1648.
„Hlsls im Jahr 1647 die Alliirten mit Bayern sich verglichen hatten, bestand die ganze„kaiserliche Armee in dortigen Gegenden aus nicht mehr als fünftausend Mann„Infanterie und sechs taufend Pferden: die Franzofen und Schweden aber harten,„nachdem sie sich erholt, gegen dreyzehn bis vierzehn tausend Mann zu Fuß und zwan-zig tausend Pferde. Allein die Iahrszeit und die große Entfernung von Schwaben„bis zu den Erblanden des Kaisers machten, daß man nicht eher als weiter im Frühjahr„hin diese Vortheile nützen konnte. Die französische Armee rückte nach getroffnem Ver-gleiche in die Quartiere, die ihr zum Antheil von den Eroberungen geworden, und die„sie in dem vorigen Feldzug vereint mit den Schweden gemacht hatte. Die Armee des„Kaisers aber, weil sie durch die Trennung der Bayern so sehr geschwächt war, zog„sich nach den Erblanden zurück, nicht sowohl um sich zu erholen, als vielmehr, um„von den Alliirten entfernt zu seyn.
„Diese Schwache des Feindes veranlaßte den französischen Hof, seine Armee aus„Deutschland zurückzuberufen, und den Bitten der Anhänger von Bayern Gehör zu ge-gen, die unaufhörlich ihm vorstellten, daß die Fortsetzung des Kriegs gegen den„Kaiser die katholische Religion in Deutschland völlig untergehen machen, und daß als-„denn die Schweden allein von dem Umstürze des Reichs Nutzen ziehen würden. Rufte„hingegen der König seine Armeen zurück, so würde alles zu dem Gleichgewicht sich„lenken, das Frankreich allein zu erhalten suchen müßte, und weder Oesterreich noch^Schweden würden Herr seyn, und Bayern, das beyde sich schwächen sähe, und seine„Armee aufrecht erhielte, allezeit das Uebergewicht auf die Seite, wo Frankreich es„verlangte, hinlenken. Zu diesem allen kam noch, daß der König wegen des großen„Corps d'Armee, das unter dem Prinzen von Conde' nach Catalom'en geschickt worden„war, seine Truppen um so nothwendiger in Flandern gebrauchte. Diesem entgegen stellte„der Marschall Türenne durch verschiedne Abgeordnete vor, daß der Untergang des„Hauses Oesterreich beynahe unfehlbar sey, wenn die Armeen von Frankreich und„Schweden anjetzt zu einer Zeit sich vereinigten, da nach dem Abfalle von Bayern die„kaiserliche fast in Nichts sich verwandelt; der Furcht aber, daß Schweden zu mächtig„würde, hälfe man gar leicht ab, wenn man die Eroberungen auf gewisse Art theilte;„und Frankreich, das auf solche Art beständig einen Theil von Deutschland in Besitz,
„und