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Feldzug vorn Jahr 1647 und 1648.
„er Befehle an das ganze Land umher schickte, und sich von den Truppen für ihren Ge-neral erkennen ließ, zeigten seine Absichten aufs deutlichste. Er ließ Schiffe von Stras-„burg herbeyführcn, die ihm die Bürger zustanden, weil er im Weigerungsfall alle ihre„Flecken und Dörfer anzuzünden gedroht, und brach sodann auf, um den Rhein wie-der zu passiren.
„Türenne, der von diesen Schritten Nachricht erhalten, that in einem einzigen„Tage einen Marsch von neun deutschen Meilen, und erreichte mit einem Corps von„drey taufend Mann zu Fuß, und vier Regimentern von der französischen Cavallerie„und seinem deutschen, die Revoltieren, als diese eben den Rhein zu passiren anfiengen.„Sehr erstaunt über den so schnellen Marsch, und ihn so nahe bey sich zu sehen, schickten„sie Officiers zu Abgeordneten ab, und diese versprachen dem Marschall, daß, wenn er,„wie sie ihren Leuten angelobt hatten, die Cavallerie über den Rhein zurückgehen ließe,„so wollten sie hernach alles thun, was der Marschall beföhle. Eine Zeitlang war Tü-„renne in Zweifel, ob er sie angreifen oder den Uebergang verstatten sollte; die Unord-nung, in der sie sich fanden, war so groß, daß nichts beym Angriff zu befürchten war,„auch verdiente das Verfahren des General Rosen, dem Türenne jederzeit so günstig„begegnet hatte, eine gerechte Ahndung. Das Versprechen aber, daß die Cavallerie„gab, wieder zum Dienst des Königs zurückzukehren, und die Abneigung des Mar-„schalls, eine Privatrache zu nehmen, bewogen ihn, daß er den Nevoltirten erlaubte,„den Rhein zu passiren, worauf sie sogleich in verschiedne Cabalen sich theilten. Da„Rosen nicht mehr Meister von ihnen war, so wollte ein Theil der Officiers wieder zu-„rück, um dem König zu dienen; die Gemeinen aber trauten sich aus Furcht vor den„Strafen nicht, ihnen zu folgen, wühlten sich Reuter, um sie zu commandiren, und„erkannten nicht mehr ihre Officiers. Es war bereits in dem Monat Julius, und der„Feldzug von Flandern schon weit vorwärts; Türenne schickte also die vier Regimenter„französische Cavallerie dahin ab, und er selbst gieng mit zwölf oder fünfzehn von seiner„Suite zu den Deutschen, weil er wohl sah^ daß bey der Verwirrung, in welcher sie„waren, niemand von ihnen Ansehen genug haben würde, ihn zu beleidigen. Er„gieng zu Straßburg über den Rhein und nach dem Quartiere des General Rosen, wo„vier Regimenter Cavallerie lagen. Rosen mit vielen Officiers kam ihm entgegen, An-fangs nicht wenig verlegen, und Türenne gieng mit ihnen nach einem Gasthofe nahe„an der straßburger Brücke, und speiscte daselbst mit ihnen, in der Absicht, den Gene-*,-.ral Rosen schnell über dieselbe zurückzuführen und sich seiner zu versichern; aber die„große Zahl Officiers, die Rosen bey sich hatte, verhinderten den Marschall, sein Un-ternehmen