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Feldzug von; Jahr 1647 und 1648.
„gen gemäß, hier bey den Truppen so wenig Sicherheit hätte, und von daraus die Be-fehle mit gleichem Ansehen, als wenn er gegenwärtig wäre, überschicken könnte. Tü-'„renne aber beharrte darauf, sich nicht von den Truppen zu entfernen, und wohnte be-ständig bey dem Herrn von Rosen, ganz ohne Equipage, mit vier einzigen Personen,„um allen Verdacht zu vermeiden; dagegen hatte auch Rosen kein so groß Ansehen, daß„man nicht gar leicht hätte urtheilen können, die Truppen, wenn man ihn in Verhaft„nähme, würden seine Parthey nicht ergreifen.
„Man langte acht Stunden von Philippsburg un Ettlingen an, eurer kleinen„Stadt, wo ein Regiment Infanterie von den Revoltirten die Wache hatte. Hier ließ„Türenne in der Nacht hundert Musquetiers von Philippsburg kommen, und befahl,„daß sie mit Anbruch des Tages vor dem Thore stehen sollten. Er selbst gieng, ehe noch„im Quartiere jemand aufgewacht war, an dies Thor, wo er fünfzig Mann zur Wache„zurückließ, und der alten Wache das Gewehr zu strecken befahl, die andern fünfzig„aber nach dem Quartiere des General Rosen schickte, den man aufweckte, sofort nach„Philippsburg brachte, und zwey Stunden vom Orte auf den Rhein einschiffen ließ.„Zu gleicher Zeit ließ der Marschall auch alle ehmalige Commandeurs der Regimenter„von der Reuterey zusammenrufen, und sagte ihnen, daß er den General Rosen in„Verhaft nehmen lassen, und ihnen, den General nicht weiter zu erkennen, beföhle.„Er fand bey allen vollkommnen Gehorsam, die Reuter hingegen verblieben in der Meu-„terey; aber sie hatten nach dem Verhaft des General Rosen niemand mehr, der sie„commandiren konnte, weil alle Offnere bis zu den Corporalen herunter bey dem Mar-„schall waren. Zwey Regimenter traten ganz zu ihrer Pflicht wieder über, und folg-ten den andern nicht mehr; jene aber giengen nach Franken, nachdem sie sich aus ihrem„eignen Mittel Häupter gewählt hatten.
„Türenne folgte mit allen Offciers und einigen Escadrons, und erreichte sie nach„zweytägigem Marsche im Tauberthale zwischen Königshöfen und Arnstein. Das Land„war daselbst so enge und schmal, daß Türenne sich nicht bedachte, so nahe anzurücken,„ob sie gleich in weit größrer Anzahl waren. Sie aber, die nicht glaubten, daß ers„wagen würde, sie anzugreifen, defilirten vor seinen Augen, um einen Berg rückwärts„zu gewinnen, und Türenne, der sie recognoscirt hatte, ließ ihre Arriergarde attaquiren,„worauf die, fo bereits in das Defilee eingerückt waren, wieder zurückwollten; man„brachte sie aber in solche Verwirrung, daß alles getrennt wurde. Indeß wäre Türenne„bey einer ersten Charge, die er nur mit fünfzehn oder zwanzig Pferden that, beynahe,^gefangen worden; zwey bis drey hundert Mann blieben, und eben so viel wurden ge-gangen;