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Bürgerlicher Krieg
da nach Holland gegangen war, kam durch das Lütticher Land nach Stenay, undwohnte in der Citadelle, die mit ihrer Genehmigung von einigen Truppen der altenBesatzung und den acht Compagnien von Türenne besetzt war, und Türenne lebte mitihr bis zum Entlasse der Prinzen in dem vollkommensten Verständnisse.
Die Unterhandlung anzufangen, besprachen sich Türenne und der Graf vonFuensaldagna in der Stadt la Marche, und weil die Spanier durch den Verlust vonClermont und Dampvilliers ein wenig erkaltet waren, bestand der Graf von Fuensal-dagna um so dringender auf der Einräumung der Citadelle von Stenay, dem einzigenPlatze, so der Parthey übergeblieben war. Ob nun gleich Türenne keine andre Zu-flucht hatte, als die Spanier, so wagte er doch lieber, die Unterhandlungen abzu-brechen, als ihnen einen Ort zu überlassen, wo er, sobald er nur wollte, aus ihrerGewalt war; und weil die ganze Zeit durch seine Absicht beständig gewesen, nicht län-ger bey ihnen zu verbleiben, als das Wort, das er gegeben, an der Freyheit der Prin-zen zu arbeiten, ihn verbinden würde, so war es ihm allerdings angenehm, in einemOrte, wo er über sich selbst Herr war, zu bleiben. Es wurde also nach einemSchriftwechsel von sechs Wochen, auch bey dieser Unterredung zu la Marche, so dreyTage gedauert hatte, nichts beschlossen, die Unterhandlung aber durch Don Gabriel deToledo, der nach Stenay geschickt wurde, fortgesetzt. Endlich kam der Tractat zuEnde, in welchem der Graf von Fuensaldagna im Namen des Königs von Spanien,und die Herzogin von Longueville und Türenne in eignem Namen versprachen, keinenVergleich einzugehn, bis der Prinz von Conde' aus seinem Verhafte entlassen, undSpanien ein billiger und gleicher Friede angetragen worden.
Als nun diese Geschäffte geendigt waren, fieng man an, sich auf den Feldzug zubereiten, und die Spanier versuchten, Türennen dahin zu vermögen, daß er mit einerArmee in Champagne bliebe, während sie in der Picardie agirten; weil er aber garwohl wußte, daß ihre Absicht sey, die Unruhen Frankreichs zu nutzen, und ihre Ver-lornen Plätze wieder zu gewinnen, und daß, wenn er von ihnen getrennt allein mit ei-nem Corps zurückbliebe, die ganze Armee des Königs über ihn herfallen würde, sowählte er die Parthey, mit seinem Corps zu der Armee der Spanier zu stoßen, in derHoffnung, sie alsdenn zu vermögen, daß sie die französischen Plätze angriffen, oder indas offne Reich vordrängen, um dem Kriege, der sich damals in Bourdeaup erhobenhatte, eine Diversion zu machen, und die Freunde der Prinzen im Reiche aufzuleben.Nachdem nun die Vereinigung geschehen, gieng die Armee nach Catelet, das gleichnach drey Tagen sich ergab; und als man in der Folge erfahren hatte, daß ein Theil der
Cavalle-