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vom Jahr 1648 bis 1652.
Cavallerie, der in Guife stand, aus dem Platze ausgerückt wäre, belagerte man auchihn im Angesicht der französischen Armee, die sich versammelt und der spanischen genahthatte; beyde Armeen waren sich beynahe gleich, zehn bis zwölf tausend Mann Infan-terie und sechs bis sieben tausend Pferde. Die Regen aber verderbten alle Wege, unddie Spanier geriethen bey ihrem so wenigen Proviantfuhrwerke in großen Mangel vonBrodt, so daß die Arbeiten der Belagerung nur gar langsam fortgiengen, und die Sol-daten gleich Anfangs auf drey Tage nur Eine Ration empsiengen. Endlich aber wur-de der Mangel so groß, daß er die Belagerung aufzuheben zwang, und die Armee aufzwey französische Meilen sich zurückzog, wo die Soldaten aus Schwäche die größteMühe hatten, sich hinzuschleppen.
Nachdem man wieder Lebensmittel an sich gezogen, und sieben bis acht Tagelang indem Lager gerastet hatte, attaquirte man la Capelle, und eroberte es in achtTagen, da inzwischen die Zeit der Acrndte gekommen war, und die Armee nach Vervinsmarschirte. Türenne, der mit zwey tausend Pferden vorangegangen war, um dieFassung der Armee des Königs, die zu Marke stand, zu recognosciren, erfuhr, daß sieaufgebrochen und hinter den Morasten von Liesse marschirte. Er ließ dem Erzherzog,der im Lager war, wissen, daß, wenn die Armee noch auf zwey Stunden weiter gegenVervins vorrücken wollte, die französische Armee gewiß in gefährliche Stellung gera-then , und Gelegenheit geben würde, mit Erfolg gegen sie etwas zu unternehmen. DerErzherzog rückte zwey Stunden über Vervins. vor, und man erfuhr, daß die Armee desKönigs die Retraite fortsetzte; worauf Türenne drey taufend Pferde nahm und nachChateau - Porcienncs und Rhetel, die sich ergaben, gieng, von daraus aber der spani-schen Armee wissen ließ, daß man Fourage an der Aifne finden würde. Die Armeerückte darauf vor, und legte eine Besatzung von acht hundert Mann unter Degliponti,einem Officier, der in Flandern großen Ruhm hatte, nach Rhetel. Weil aber derAufenthalt der Armee um die Stadt alle Früchte in der Gegend aufzehrte, und der Be-satzung, in der Folge zu bestehen, unmöglich machte, so war Türenne des Raths, sichdavon zu entfernen und längst der Aifne aufwärts zu marschiren, und Paris und derArmee des Königs, die nach Rheims zurückgegangen war, sich zu nähern. Denn esblieb immer Türennens Wunsch ^ daß die spanische Armee so weit als möglich in dasReich eindränge, weil er glaubte, daß alsdenn der Prinz, der in dem Schlosse Vm-cennes war, nach Paris gebracht werden, und sodann nicht mehr in der Gewalt desHofes seyn würde; blieb er aber in Vincennes, so war noch die Hoffnung, nach einemoder dem andern glücklichen Erfolge, die Armee der Spanier auch bis dahin zu vermö-gen.