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Feldzug vorn Jahr 1652.
vhngefähr zwey hundert Schritte davon, und die ganze Infanterie war muthlos durchdas Gefecht von der Nacht und den Verlust des Werks. Indeß folgte die Infanterievom Quartiere des Marschalls auf seinen Befehl gegen die Laufgraben nach, und dasRegiment Türenne kam zuerst. Diesem befahl der Marschall, den halben Mond wie-der zu erobern, und das Regiment marfchirte im Angesicht beyder Armeen ab, undrückte gegen das Werk ohne die geringste Diversion, und ohne daß ein Stück oder Mus-quete zu seiner Unterstützung gelöset ward. Vor ihm her giengen einige von denen, soder Feind zuvor aus dem Werke vertrieben hatte; aber der Officier, der sie führte, blieb,und die Commandirten flohen und rissen einen Theil der Musquetiers vom linken Flügeldes Regiments mit sich fort. Es hielt aber dieser Zufall die andern nicht auf, sonderndie Hauptleute nahmen die Fahnen in die Hand und stellten sich vor das Regiment, dasohne Schuß das ganze Feuer der Courtine aushielt, und bis zum Fuß des Werks vor-rückte, alsdann aber eine Generalsalve gab, es erstieg, die Fahnen aufs Parapetpflanzte und sich logirte. Die That, sagt der Marschall Türenne, geschah im Ange-sicht beyder Armeen, und man hielt sie für eine der schwersten, die im Kriege geschehenZ)ork. ist;" und er und die ältesten Officiers glaubten, daß sie vielleicht nicht würde geschehenseyn, wenn nicht das Regiment seine Fahnen stets vor Augen gehabt hätte. Türennehatte die besten in der Armee, weil man es für ein Zeichen von Alter und Ehre gehaltenhatte, blos die Stecken zu führen; aber von der Zeit an versahen sich auch die andernRegimenter mit netten.
»In diesem Stande blieben die Sachen bis des Nachmittags um zwey Uhr, dadie Feinde mit vier Bataillons und zwanzig Escadrons einen allgemeinen Ausfall un-ternahmen, um die Batterien zu zerstören und den halben Mond zugleich wieder zu er-Uork. obern." Der Marschall selbst war iir den Arbeiten, und schickte Befehl ins Lagerzum Marsche; von den Truppen aber, die schon da waren, detaschirte er drey Esca-drons unter dem Graf Renne!, um sich dem ersten Anlauf entgegenzustellen, und Zeit,-so viel nur möglich, zu gewinnen. Der Graf Rennel richtete sein Geschähst aus alsein Mann, bis er endlich gezwungen ward, zu weichen, und in die eignen Verschan-zungen sich zuwerfen, deren Graben so seicht war, daß die Reuter vom Feinde, dienicht durch den Auslaß folgten, über den Graben Hinwegritten. Der Graf vonSchomberg, damals noch Volontair, hielt Stand in diesem Auslaß, der aus Mangelvon Holz keine Barriere hatte, und wurde verwundet. Türenne selbst nahte sich mitzwey Escadrons, dem einzigen, was ihm noch von Truppen übrig war. In den Ar-beiten stand nichts als hier und da eine einzelne Schildwache, die mehr Furcht als Hoff-nung