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Feldzüge des Vicomte Türenne ... aus den ächtesten Urkunden / von Friedrich Wilhelm von Zanthier
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113
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Feldzug vorn Iahr 1652.

nung zeigten. In den Batterien war kein Artillerist, weil alles wegen voriger Atta-quen nach der andern Seite gegen Orleans sich gezogen hatte. Die Cavallerie desFeindes stand zum Theil schon auf einen Pistolenschuß nahe, und man erwartete denRest und ihre Infanterie, als endlich zwey hundert Musquetiers von den Garden an-langten. Diesen befahl der Marschall, daß sie durchaus nicht zusammen feuern, son-dern ein jeder für sich seinen Mann aufs Korn nehmen sollte; und nie, sagt der Herzogvon Z)ork, hat ein so kleiner Haufe mit größrer Wirkung gefeuert. Die nächsten dreyEscadrons verloren gleich Anfangs so viel Reuter und Pferde, daß sie gar bald sich zu-rückzogen, und man sofort das Feuer gegen die Infanterie wenden konnte, die indeßimmer näher herbeygekommen war. Sie aber fand eine Höhe, die sie gegen dies Feuervöllig bedeckte, und ihr daher so Vortheilhaft schien, daß nichts in der Welt sie weitervorzurücken vermochte, und sich begnügte, hinter derselben gegen die Verschanzungenzu feuern, bis endlich die Cavallerie von der Armee des Königs ankam, und daraufalles sich wieder zurückzog. Die Unternehmung gegen das eroberte Werk gerketh nichtbesser. Der Marquis de Frasne mit der deutschen Cavallerie rückte auf den erstenAllarm aus den Arbeiten heraus, und nahm seinen Weg zwischen ihnen und der Stadt,wo er mit vier Escadrons den Feinden, die das Werk attaquirten, begegnete, und, soschwach er auch war, sie dennoch zum Halt zwang, bis der Marquis von Richelieumit einer Verstärkung zu ihm stieß, woraus ein zweyter Angriff alles zerstreute. Der?schiedne Officiers, die sich mit den Truppen in der Verschanzung gesammlet hattet!, la-gen nun dem Marschalle an, die Feinde auf ihrer Retraite zu folgen. Er schlug esaber ab, weil sie zu nahe bey ihren Mauern wären, und ein Angriff, wie er sagte, ih-nen wenig schaden könnte, die Truppen des Königs aber vielem Verluste und der Ge-fahr blosstellte, in Unordnung zurückgewiesen zu werden. „Es zogen sich also die Be-lagerten nach einem langwierigen Gefechte mit großem Verluste von beyden Theilenzurück, und man blieb Meister von dem halben Monde, und fuhr fort, die Flanken, sodie Breche sahen, zu ruiniren. In der Vorstadt, wo die Garden attaquirten, fiengman bereits an, das Logement für den Mineur zu verfertigen, als die Nachricht ein-traf, daß der Herzog von Lothringen mit forcirten Märschen sich genaht, und oberhalbCharenton an der Seine Posto gefaßt hätte, da man von Paris eine Schiffbrücke inEil ihm zuführte. Von Stund an war es dem Marschall Türenne unmöglich, vorEstampes, zwischen zwey Armeen und ohne Circumvallation, und ohne Möglichkeit derFourage, sich zu behaupten; und es ließ derselbe dem Hofe, daß er die Belagerung auf-heben müßte, wissen. Weil es der Artillerie noch immer an Fuhrwerk gebrach, lieh

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