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Feldzüge des Vicomte Türenne ... aus den ächtesten Urkunden / von Friedrich Wilhelm von Zanthier
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117
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Feldzug vom Jahr 1652. n?

Den 2isten Iunius brach die Armee auf von Villeneuve, und marschirte nachLagny, wo sie die Marne passirte und bey Dampmartin ein Lager bezog, um daselbstdie Passage eines Corps Truppen zu verhindern, das Conde', dem Gerüchte nach, vonFlandern langst der Oyfe erwartete, und zu dessen Vereinigung der Posten von Poißybereits von ihm besetzt war. Bey Lagny stieß der Marschall la Fette' mit einer Ver-stärkung zur Armee, und alles marschirte nach St. Denys, wohin der Hof folgte undblieb. Türenne ließ gleich am Tage der Ankunft zu Chevrette Schiffe von Pontoysezur Armee kommen, um zu Espinal eine Brücke überzuwerfen, und über sie gegen dieArmee des Prinzen zu St. Cloud zu marschiren. Man fand eine Insel, die das Un-ternehmen begünstigte, und ließ auf Schiffen ein Detaschement Musquetiers über,worauf sodann der andre Arm passirt ward.

Der Prinz erschien mit einigen Escadrons und zwey oder drey hundert Musque-tiers," die hinter einer Höhe sich gedeckt hielten, und auf die Arbeiter an der Brücke Sork.feuerten. La Fitte, Major vom Regimente la Ferte', ein entfchloßner Mann undguter Officier, fand eine seichte Stelle, und schwamm durch mit fünfzig Pferden, undschnitt diese Infanterie ab, davon er einen Theil niederhieb, und die Gefangnen auf ei-nem Schiffe überbrachte, ehe die feindlichen Escadrons, die sich zu weit von den Kano-nen entfernt hatten, ihnen zu Hülfe kommen konnten. Der Prinz that keinen Ver-such, „und gieng, als er gesehn, daß bereits beträchtliche Bakterien aufgeführt worden,und la Fette' mit einigen Truppen diesseits verschanzt war, nach seinem Lager zurück,und mit Einbruch der Nacht auf zwey Brücken über die Seine und nach Charenton.Erhoffte, weil die Brücke fertig war, daß die Armee des Königs des Nachts über-gehn würde, und folglich der Fluß von neuem zwischen ihm und ihr bliebe: aber dergrößte Theil der Armee des Königs stand noch diesseits.

Der Hof erhielt eine falsche Nachricht, daß die Armee des Prinzen bereits hinterMontmartre marschirte, und langst der Vorstadt von St. Martin gegen Charenton sichzöge, worauf der Cardinal dem Marfchall Türenne sofort Nachricht davon gab, unddieser in größter Eil die ganze Nacht durch nach St. Denys gieng, und der Armee Be-fehl schickte zu folgen, und die jenseitigen Ufer der Seine völlig zu verlassen. Mit An-bruch des Tages stand die Armee des Königs irr der Ebne zwischen St. Denys und Pa-ris eii baraillL, la Ferte' aber, dessen Truppen sämmtlich über die Seine gegangen wa-ren , konnte nicht eher als fünf bis sechs Stunden nachher daselbst eintreffen. Türen-ne gieng vorwärts durch la Chapclle mit tausend oder zwölf hundert Pferden, und fanddie Am'ergardc des Prinzen und einige Escadrons bey der Vorstadt St. Martin.

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