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Feldzug vom Jahr 1652.
Vorschlag, ihm in der Folge die Wiederkunft zu erlauben, und das itzkge geschähe nur,um dem Publico zu zeigen, daß man auf keine Art mit dem Hofe sich habe vertragenwollen, als nachdem der Cardinal das Reich verlassen hatte, weil nämlich die Rückkehrdesselben bisher dem Kriege zum Vorwand gedient. Der Marschall Türenne, mit demder Cardinal ganz offen davon gesprochen hatte, riech ihm von dem Gedanken, nachSedan sich zu entfernen, nicht ab, doch so, daß er allezeit wieder zurückzukommen vor-gäbe; denn es wollte Türenne nicht gern für ein Interesse sich erklären, das durch eigneVerläugnung sich schwächte, und er wußte auch wohl, daß gar viele sich dieser Verstel-lung, die der Hof und der Cardinal verlangte, bedienen würden, um ganz offen undim Ernst daran zu arbeiten, daß er nicht zurückkehrte. Denn es waren, den Königund die Königin ausgenommen, die seine Rückkunft wirklich wünschten, nur gar we-nige am Hofe, die nicht von ganzem Herzen daran gearbeitet hätten, sie zu verhindern.Der Cardinal gieng in diesen Absichten nach Pontoyse, und der Marschall Türenne undle Tellier begleiteten ihn bis zur Armee, von da er eine Escorte nach Sedan nahm, undle Tellier zu dem Hofe zurückkehrte; der Marfchall aber blieb bey der Armee.
Die Armee gieng nach Dampmartin, um zwischen Paris und den Truppen desHerzogs von Lothringen sich zu setzen; dieser aber ft'eng in Abwesenheit des Cardinalsmit dem Hofe Unterhandlungen an. Ob man nun gleich nicht völlig darauf sich ver-ließ, so hörte man doch die Vorschlage; und weil wegen der Armee der Prinzen zu Pa-ris die von dem König nicht wagen durfte, von Pontoyse, wo der Hof war, zu weitsich zu entfernen, so gieng man auch nicht nach der Champagne, da vermittelst derPlätze, die man daselbst voraus hatte, der Herzog gar wohl aus dem Reiche ge-drängt werden konnte. Als aber der Prinz einige Cavallerie, die Belagerung vonMontrond aufzuheben, detaschirt hatte, ließ man auch von des Königs Armee achtEscadrons nach dem Herrn von Pallüau dahin abgehen.
Indeß hatte derHerzog von Lothringen denSpaniern, sich mit der Armee des Prin-zen zu vereinigen, versprochen, und setzte seine Unterhandlungen mit dem Hofe blos in derAbsicht fort, daß man um so weniger auf die Bewegungen seiner Truppen achten möchte;und in der That, obgleich die Armee des Königs ihn zu beobachten fortfuhr, fo hattendoch seine vielfachen Versicherungen das Mistrauen einigermaßen gemindert, so daß ervon der Gegend von Chalons aufbrach, und in größter Eil durch die Landschaft la Brieanruckte, um zwischen Corbeil und Paris die Seine zu gewinnen. Die Armee desKönigs gieng bey Lagnch über die Marne, und campirte zu St. Germain, einem kleinenDorfe bey Cressy, im Lande Brie, und wollte, obgleich weit schwacher als die Lothrin-ger,