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Feldzug von: Jahr 1652.
die der Prinz auf geradem Wege zur Armee des Herzogs schickte, den Unsern in dieHände gefallen waren, so brach derselbe in der Nacht auf, um auf einem andern Wegezu Ablon mit dem Herzoge sich zu vereinigen. Die Generale des Kdnigs, die dieseVereinigung nicht zu verhindern vermochten, beschlossen, im Lager von Villeneuve dieParthey abzuwarten, die der Feind ergreifen würde, und hofften, da sie itzt der Schiffesich versichert hatten, und in der Folge eine Brücke haben konnten, wo der Prinz sichauch hinwendete, dennoch immer einen Ausweg finden zu können. Es war allerdingsdie Sache nicht leicht; man stand aber so nahe an dem Feind, daß unter allen möglichenPartheyen der Rückzug der unsicherste war, und um so eifriger arbeitete man an denVerschanzungen und der Brücke.
Indeß aber marschirte die Armee der Prinzen auf eben dem Wege, den Türennegieng, als er den Herzog von Lothringen, das Reich zu räumen, gezwungen hatte, undman glaubte an diesem Tage, wie zuvor an dem Tage der Vereinigung, daß sie dasfranzösische Lager angreifen würden, weil ihre Armee auf achtzig Escadrons und achthundert Mann Infanterie sich belief, und die Armee des Königs auf nicht mehr alsAork. acht und zwanzig Escadrons und fünf tausend Mann Infanterie." Türenne und derHerzog von Pork mischten sich unter die Flanqueurs, die den Marsch der Feinde reco-gnoscirten, und der Marschall kehrte vergnügt nach dem Lager zurück, als er gesehn,daß diese, statt anzugreifen, sich verschanzten. Denn seine eignen Verschanzungenwaren noch nicht in dem Stande, in dem er sie wünschte; die Redouten, so der Herzogvon Lothringen daselbst auswerfen lassen, wurden mit Linien zusammengehängt, allespallisadirt, und, nachdem es geschehn, die Redouten nach der Armee zu geöffnet, da-mit der Feind, wenn er von der einen oder andern Meister geworden, nicht so leicht sichdarin zu behaupten vermöchte, als bey geschloßnen Werken geschehen kann.
„Die Armee der Feinde, statt anzugreifen, verschanzte sich auf einen Kanonen-schuß von der Ebne, und in der Absicht, die Armee des Königs durch Hunger zu zwin-gen , und ihre Fouragirungen zu hindern. Der Herzog von Lothringen campirte andem obern Peres zwischen der Armee des Königs und la Brie, und Conde' in der Ge-gend von Limay, und schlug Brücken über die Seine. Ablon wurde mit hundert undfünfzig Mann besetzt, um die Zufuhr der Armee des Königs auf dem Flusse zu sperren,und sie hofften, daß diese, wenn sie. so nahe ihr gegenüber stünden, es nicht wagen würde,aus ihrem Lager zu detaschiren, und gegen den Posten von Ablon etwas zu unternehmen.Weil es aber ganz unmöglich war, sich mit der Armee in dieser Stellung zu erhalten,wenn der Rücken und die Schifffahrt über die Seine nicht frey blieb, so beschlossen die
Gene-