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Feldzüge des Vicomte Türenne ... aus den ächtesten Urkunden / von Friedrich Wilhelm von Zanthier
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Feldzug vom Jahr 1652.

Generale, Ablon wegzunehmen. Das Detaschement brach in der Nacht auf, und mitAnbruch des Tages war das Schloß bereits über, ehe die Brücke der Feinde fertig ge-worden, und ehe ihre Armee en Kamille stand. Waren aber statt dessen die Prinzen inihrem alten Posten zwischen Villeneuve und Corbeil verblieben, so ists gewiß, daß dieArmee des Königs nach vier Tagen gezwungen war, mit großer Verwirrung nachLagny zu flüchten, weil man nur auf so lange Brodt in den Wagen, und Amen Weghatte, rvelches zu bekommen, als die Seine.

Zwey oder drey Tage nach der Ankunft der Armee war die erste Brücke über dieSeine bereits fertig und verschanzt; weil aber die Fourageurs mit einer allein nicht be-stehen konnten, wurde sofort an der zweyten gearbeitet, und auch diese in wenig Tagengefertigt. Indeß war die dortige Gegend kurz zuvor durch die Lothringer äußerst er-schöpft, so daß in den ersten drey oder vier Tagen, da die Armeen sich gegenüber stan-den , die Cavallerie von der Armee des Königs blos von Weinblättern lebte. Es hofftedaher der Prinz, daß, wenn er mit seiner zahlreichen Cavallerie die Armee genau ein-schränkte, es ihr unmöglich seyn würde, länger als einige Tage in diesem Posten zu be-stehn, und es wurden daher zwischen Villeneuve und Charenton zwey Brücken geschla-gen, um die Fouragirungen der Armee des Königs in dem Longboyau zu hindern. Alsaber die Verschanzungen in Stand gesetzt und gut pallisadirt worden, schickte dennoch dieArmee des Königs einen guten Theil der Cavallerie auf Fouragirungen aus; und weilman bald dies- bald jenseits des Flusses fouragirte, so konnten die Feinde nie mit Ge-wißheit einen Hinterhalt legen. Man detaschirte den Herrn von Vaubecourt nach Cor-beil mit einigen Truppen, so nebst der Verstärkung, so von der Belagerung von Mont-rond zurückkam, sich auf zwey tausend Mann beließ. Dieser Posten wurde der Entre-pet von den Fourageurs, und es giengen von ihm wie vom Lager täglich kleine Par-theyen aus, die zu beyden Seiten des Flusses streiften und Gemeinschaft mit einandererhielten, und ihre Nachrichten sich mittheilten, um jede an ihren Ort sicher zu überbrin-gen. Des Nachts giengen sodann die Fourageurs aus, weil man am Tage alles,was im Französischen vorgieng, sah. Sie passirten die Essenne jenseits Corbeil, fou-ragirten , übernachteten zu Corbeil, und kehrten dies- oder jenseits der Seine nach demLager zurück, so wie die Nachrichten der Partheyen das eine oder das andre rathsamgemacht. Alle diese Vortheile gab der Posten von Corbeil, und es ist gewiß, daß erallein die Armee des Königs erhalten habe. Es kamen auch gegen diese Zeit einigeSchiffe mit Heu von dem obern Strome, so daß man fünf Wochen lang sich in demLager erhielt; und obgleich die Feinde täglich mit ihrer Cavallerie aus waren, so gelang

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