Puysegur.
rz8 - Feldzug vom Jahr 165 z.
genehmigt, und die Armee des Königs unter den Marschällen Türenne und ka Ferte'passirte die Aisne, und theilte sich in zwey Corps, davon das eine die Belagerung führ-te, und das andre jenseits der Aisne drey Stunden über Rhetel hinausrückte, und ge-rade auf dem Terrain das Lager aufschlug, das die Feinde zu ihrer Vereinigung sichersehn hatten."
Persan, ein Officier von Verdienst, war Gouverneur von dem Platze, aber miteiner zu schwachen Besatzung, weil der Hauptwall nichts taugte, und die ganze Hoff-nung auf der Vertheidigung der Außenwerke beruhte. Diese waren hoch und ohneSturmpfahle, mit einer Pallisade auf der Brustwehr, wo sie am wenigsten nützt, sodaß selbst die Höhe der Werke beym Angriff Schutz gab, und nach einigem Verlust dieÜberlegenheit in der Zahl entscheiden mußte. Das Regiment Piedmont, unter demMarquis von Puysegur, der den Sturm der Außenwerke gerathen hatte, wurde vonder Armee des Marschall la Ferte' und tausend Musquetierö von der Armee des Mar-schall Türenne commandirt. Beyde Attaquen gelangen; man führte die Brechebatte-rien so dicht als möglich gegen die Mauern, die ohnehin schwach waren; und nachdemzwey Brechen gelegt worden, ergab sich die Stadt nach einem Widerstände vonzwey Tagen.
„In allen den letzten Feldzügen trug sich nichts entscheidenders zu, als diese Ver-sammlung der Armee des Königs jenseits Rhetel, die es dem Prinz an der Aisne denFeldzug zu eröffnen unmöglich gemacht hatte. Denn die Armee der Spanier war indiesem Jahre weit starker als die Armee des Königs; die Unruhen in Bourdeaux dauer-ten noch fort; und hätte der Prinz nun auch Rhetel behauptet und seine Armee beydem Platze versammelt, so versicherte Mousson und Stenay zur Linken die Gemeinschaftmit der Maas und Luxemburg, la Capelle die Gemeinschaft mit den festen Platzen derNiederlande, seinen Magazinen und Lebensmitteln. Es war unmöglich, alle dasLand, das er sodann bedrohen konnte, zudecken, alsVerdun, St. Dizier und Vitryauf der einen, Guise, Laon und Soissons auf der andern, Rheims und Chalous vorder Front, und die ganze Macht des Königs bestand in nicht mehr als sechs bis siebentausend Mann Infanterie, mit denen man das Feld halten, und zugleich Städte besetzensollte. Türenne sah aus allen diesen Gründen schon lange vor Eröffnung des Feldzugsvoraus, daß die Versammlung der feindlichen Armeen vor Rhetel der widrigste Zufallvon allen war, so der seinen begegnen konnte; und als er daher die Truppen des Königsin der Gegend von Chalons zu sammeln angefangen hatte, und, daß der Prinz auchdie seine zusammenziehen wollte, erfuhr, so ließ er ohne Verzug den Marschall la Ferte',
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