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Feldzüge des Vicomte Türenne ... aus den ächtesten Urkunden / von Friedrich Wilhelm von Zanthier
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139
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Feldzilg vom Jahr 165 z. 159

der bey St. Menehould lag, auf das inständigste ersuchen, daß er den Marsich antretenmöchte, wie denn auch geschah; Türenne selbst aber rückte auf der andern Seite an ge-gen Chateau-Porcicnncs, und lagerte sich bey Chaumont.

Der Prinz, dessen Maasregeln vernichtet waren, weil er die Wichtigkeit vonRhetel nicht genug erkannt hatte, ruckte nun durch die Picardie mit dreyßig tausendMann in Frankreich ein, und fand daselbst große Hindernisse gegen sich, und bey wei-tem nicht die Hülfe, um etwas wichtiges zu unternehmen, die er aus der Seite vonChampagne gefunden, wenn er, wie gesagt, Rhetel, Mousson und Stenay daselbstinne hatte. Es war schon der Anfang vom Iuuius, als man Rhetel einnahm; unddie Entschuldigung, daß man nicht zeitig genug ins Feld rücken können, galt nicht; undso begehen selbst die Meister in der Kunst öfters Fehler, die man weit leichter bemerktals vermeidet.

Nach der Eroberung von Rhetel, und als die Armee der Feinde bey la Capeltesich versammelt hatte, wandte sich nun auch die Armee des Königs nach eben dieserGränze, und marschirte auf Guise." Sie campirte am i4ten Julius zu Noircourt, Sock.und erfuhr daselbst durch Nachrichten, die der Gouverneur von Rocroy gesandt hatte,daß ein Theil der feindlichen Armee, der sich nach dem Rendezvous zöge, zu Chimay,

Glajon und Terlon jenseits des Ardenner Waldes cantonnirte. Die Generale beschlos-sen sofort gegen sie zu unternehmen; die Bagage blieb mit sechs hundert Mann zurück,und die Armee rückte vor, und stand schon bey Nost am Ausgange der Waldung, alsman durch die Partheyen erfuhr, daß die Feinde den Marsch der Armee bereits entdeckthätten. Die Armee des Königs kehrte zurück nach Noircourt, und gieng am i 7 tennach Harris, von da nach St. Algis, wo der König und Mazarin zur Armee stießenund alles nach Ribemont gieng. „Indeß standen auch die Feinde zu Fontsomme, undbereiteten sich zu ihrem Marsche vorwärts, um die Armee mit Lebensmitteln zu versehn,und ihre eignen Gränzen durch ein hinlängliches Corps zu bedecken. Die Wachen bey-der Armeen standen nur auf eine Viertelstunde von einander, und man verblieb fünf odersechs Tage in dieser Stellung; der König aber gieng zurück nach Paris.

Nachdem die Feinde alle Anstalten getroffen hatten, brach ihre Armee auf, undrückte am isten August mit einer großen Anzahl von Schanzgräbern zwischen der Oyseund der Somme Ribemont vorbey auf eine Stunde Weges weiter vorwärts, und la-gerte sich bey St. Simon und Clastres zwischen den Platzen St. Quintin und Ham.

Die Armee des Königs rückte eben denselben Tag nach Acheri, eine Stunde von la Fe-re, und ließ die Oyse zwischen sich und dem Feinde.

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