Feldzug vom Jahr 1654. 151
„gute Stellung zu wählen, und den Erfolg der Schlacht mit Recht zweifelhaft zu„machen. Dennoch gab man vor, daß Conde' und Ligneville, der General der Lo-thringer, beyde den Angriff gerathen, die Spanier aber nicht hatten einwilligen wol-len. So wie die Unfern anfiengen Brücken über den Bach zu werfen, zogen sich die„Feinde nach einigen Scharmützeln gegen ihr Lager zurück. Die Armee des Königs„gieng über, lagerte sich auf der Höhe, und verschanzte sich diesen Tag und die fol-gende Nacht.
„Der rechte Flügel lehnte sich an die Scarpe, der linke an den Bach Cogneul,
„der abwärts nach Arleux fließt,^ und die Front, fo der Starke der Armeen ange- M<moll-csmessen war, wurde durch sechs und dreyßig Redents bedeckt, ein jeder ohngefahr hun-^ Herzogsdert und zwanzig Torfen von dem andern, und alle mit dreyßig Mann und einem Ossi-*"" ^'cier zur gewöhnlichen Wache besetzt. Mouchi le Preux ward das Hauptquartier desMarschall Türenne, und es stand daselbst der größte Theil seiner Infanterie bis zu demBache Cogneul. La Fette' stand in der Tiefe zur Rechten gegen die Scarpe in derKirche von Peule, und der größte Theil seiner Infanterie campirte bey ihm, der Restaber gleichfalls bey Mouchi, und die Eavallerie in zwey Linien zwischen beyden Flecken,das Corps de Reserve hinter dem Quartiere des Marschall Türenne. Mouchi liegt aufeiner Höhe, die überall die Tiefe beherrscht, in welcher auf der einen Seite die Scarpeund auf der andern der Cogneul stießt, fo daß der Feind des Tages nicht anders an-rücken konnte, als unter dem Feuer der sämmtlichen Artillerie, die auf dieser Höhe auf-geführt war. Beydes die Flügel und das Centrum wurden durch Infanterie verstärkt.
„Man warf so bald als möglich Brücken über die Scarpe, um die Gemeinschaft„mit la Bassee und Bethune zu öffnen, und dem Feinde die Lebensmittel beydes von„Cambray und Douay zugleich zu erschweren. Die Stellung der Armee, die das„ganze Terrain zwischen der Scarpe und dem Cogneul faßte, begünstigte diese Absichten.
„Man bewachte beyde Wege mit der Cavallerie so gilt als man nur konnte; und weil„das ganze Land flach und frey ist, so wurden die großen Transporte auf Wagen frey-lich gehindert, nicht aber die kleinen, durch welche die feindliche Cavallerie Munition„hinter sich auf den Pferden einbrachte. Der Graf von Broglio, Gouverneur von„la Bassee, erhielt Befehl, mit fünfzehn hundert bis zwey tausend Mann Besatzung„nach Lens sich zu ziehen, und hierdurch wehrte man den Lebensmitteln von der Seite„von Douay und Lille. St. Paul hingegen blieb noch zu offen, und erhielt dem Feinde„die Gemeinschaft mit Aire und St. Omer. Gleich am ersten Abend, da die Armee„zu Mouchi le Preur anlangte, wurde dem Gouverneur von Hedin geschrieben, daß er
„St.