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Feldzüge des Vicomte Türenne ... aus den ächtesten Urkunden / von Friedrich Wilhelm von Zanthier
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150
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IZO Feldzug vom Jahr 1654.

„Unbequemlichkeiten ungerechnet, wäre es allerdings weiser gewesen, sich den Feinden„gleich nach der Berennung zu nahen, weil man es ihnen alsdenn verbietet: konnte, sich„mit großen Magazinen von Lebensmitteln in ihrem Lager zu versehen; itzt aber hielt„man dies Nebel für kleiner als die andern.

„Der Cardinal Mazarin, der mit dem König während der Belagerung von Ste«„nay zu Sedan verblieb, dachte Anfangs selbst nach Peronne zu kommen, schickte aber„an seine Stelle den Herrn le Tellier. Türenne und la Fette' besprachen sich mit die-„sem Minister am Morgen des ersten Marsches von Peronne gegen den Feind, und„sahen sich nun nach seiner Ankunft sicher wegen des Unterhalts ihrer Armeen, die sich„auf neun Stunden weit von Peronne und ihren Magazinen entfernten, und auf eine»„Kanonenschuß vom Lager des Feindes zwischen ihm und Douay, von daraus er fast„alle seine Lebensmittel zog, sich lagerten. Die Armee des Königs war nicht stärker„als sieben tausend Mann Infanterie und acht tausend zu Pferde, die feindliche über„fünf und zwanzig tausend. Dieser Schwäche halber, und wegen der geringen Anzahl„des Fuhrwerks zur Artillerie und dem Proviant, war Türenne beständig der Mey-„nung, daß man Anfangs nichts anders zu unternehmen hatte, als die Unterstützung„von Arras, dessen Belagerung er von jeher für ein Schweres gehalten, und wo er ge-„wiß hoffte, wenn die Armee des Königs, gesichert wegen ihres Unterhalts, dem Lager„der Spanier sich nähern könnte, daß man mit der Zeit vielleicht Mittel ausfündig„machen würde, ihre Linien zu ersteigen. Er war nicht von der gewöhnlichen Mey-nung, daß man die Franzosen sofort zum Gefecht führen müßte, sondern hielt zuver-„laßig die Nation der Geduld und des Ausdauerns für eben so fähig als andre, wofern„sie gut angeführt wird.

„Am i6ten Julius brach die Armee von Peronne auf, und gieng über Sakns in„zwey Märschen gegen den Feind; Türenne wählte diesen Umweg, um stets durch ein„Gewässer gedeckt zu seyn, und, wenn der Feind ihm vielleicht entgegenrückte, die„Schlacht, wo er wollte, vermeiden zu können. An einem Bache, auf eine halbe„Stunde von Mouchi am Fuße der Höhe, machte die Armee Halt uud marschirte„en Kamille auf, da indeß der Marschall jenseits des Bachs recognoscirte. Es hatten„die Spanier daselbst einige Cavallerie, und man befürchtete Anfangs, daß sie hinter„dem Bach mit der Armee en Kanaille aufmarschiren würden, um den Unsern den Ue-„bergang zu verwehren. Sie thatens aber nicht, weil der Bach so weit von dem Platze„entfernt war, daß sie die Belagerung hätten aufheben müssen; eine Sache, die so„schnell nicht geschehen konnte, daß die Armee des Königs nicht Zeit gefunden, eine

„gute