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Feldzüge des Vicomte Türenne ... aus den ächtesten Urkunden / von Friedrich Wilhelm von Zanthier
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162
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i6r Feldzug vom Jahr 1654

satz ausdrücklich gebot, und allen Ausflüchten und Wendungen derer, so widerstanden,ein Ende machte. Die Nacht vor dem Feste des heiligen Ludwigs wurde zur Ausfüh-rung gewählt, und die drey Generale wußten allein den bestimmten Tag; die Armeeaber erhielt Befehl, sich in Bereitschaft zu halten, und mit Faschinen, Hürden und demallen zu versehen, was sie zu dieser Unternehmung gebrauchte. Man hielt Andachtenviele Tage lang vor der Front jedes Corps, und nie sah man mehr Aeußeres von Got-tesfurcht, Beichten und Communion.

Ramsay, Die Verschanzungen der Spanier waren nach damaligem Gebrauch in verschiednevon^Türcn Quartiere vertheilt. Das Quartier der Spanier unter dem Grafen von Fuensal-ne, L^t. /ebdagna stand gegen Mitternacht nach der Seite von Lens; Conde' mit dem seinen unddem Prinzen von Würtemberg ihm gegenüber, nach der Seite vom Mittag; gegenPlan 8. aus Morgen der Erzherzog mir den Deutschen und Flamländern, vom Wege nach CambrayRamsay. ^ zur Scarpe; Dom Fernando Solis endlich und Prinz Franz von Lothringen,mit den Italianern und Lothringern, vom Abend und der Seite von Pernes an bis ge-gen Mittag. „Man kannte französischer Seits den Stand der feindlichen Verschan-,Zungen genau. Ein Verlorner Graben, fünf bis sechs Fuß tief und acht bis neun breit,„umgab die ganze Verfchanzung, und zwischen ihm und dem Graben der Linie waren„auf vier bis fünf Schritt breit schachtwcife in verschiednen Reihen Wolfsgruben ge-graben, eine jede ohngefahr einen Fuß breit und drey bis vier tief, mit kurzen Pallisa-den von anderthalb Fuß in den Zwischenräumen, um dadurch die Pferde noch mehr zu„verhindern. Jenseits der Wolfsgruben fand man die Verfchanzung voll gewöhnlichem„Durchschnitt mit einem sieben bis acht Fuß tiefen Graben."

Mcmoires Zwey Tage vor dem Angriff begab sich der Marschall Türenne nochmals zu ladts Mar- Fem' in. der Kirche zu Peule, und beyde Marfchälle ließen den Obersten vom Regi-Pü'psegur. ment Piedmont, nachmaligen Generallieutenant von Puyfegur, rufen, und befohlenihm, einen Entwurf zum Detail des Angriffs schriftlich aufzusetzen. Puyfegur brach-te zum Uebergang des Vorgrabenö eine Art von Wagenleitern von ohngefahr fünfzehnFuß Lange in Vorschlag, um sie durch Commandirte überwerfen zu können, damit,sobald ihrer drey neben einander gelegen, die Soldaten, so die Hürden trügen, dieseauswerfen, und jedes Bataillon drey solcher Brücken sich machen könnte. Alsdannsollten die Commandos mit Musqueten zuerst übergehen, und dicht hinter ihnen überjede Brücke zwölf Arbeiter mit uberschwanktem Gewehre, die halb Hauen, halb Schau-feln trügen, damit sechs den äußern und sechs den innern Rand des Vorgrabens ab-stechen könnten, um die Passage für die Cavallerie gangbar zu machen. Noch andre

Arbei-