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Feldzug vorn Jahr 1654.
folgte, sich sie, hieb auf dieselben ein, und nahm ihren Obersten, den Marquis vonConfians, gefangen. Es ward Tag, und der Herzog erreichte, ohne eine Passagenach der Stadt gefunden zu haben, die Scarpe, die das Quartier der Lothringer unddes Don Fernando von einander trennte; und weil noch niemand dies Quartier betretenhatte, so gieng der Herzog über die Brücke, und rückte mit den zwey Escadrons vonTürenne ein, der Rest seiner Cavallerie aber hatte sich verirrt. Erst bey dem Zeltedes Prinzen von Lothringen fanden sich vier oder fünf Escadrons von dem Feinde, undder Herzog marschirte gegen sie auf, zwischen den Verschanzungen und den Zeltern, je-doch ohne sie anzugreifen. Der Herzog von Bukingham in der Suite des Prinzenrieth nachdrücklich zum Angriff; der Prinz aber schlug es aus, um nicht die bereits ge-wonnenen Brücken einem zweifelhaften Gefecht auszusetzen, schickte aber drey bis vierReuter in vollem Jagen ab, um mehr Cavallerie herbeyzuholen. Es kam indeß keine,und selbst von seinen eignen Escadrons schlichen hier und da einige Reuter sich weg, undfielen über das Zelt des Herzogs von Lothringen, in welchem seine ganze Bagage undder Sold der Truppen auf einen Monat war. Kaum hatten die Reuter das Geld klingenhören, so folgte immer einer nach dem andern, bis endlich die Officiers allein übrig wa-ren. Hierauf gieng der Herzog zurück, um selbst Truppen zu holen, und empfohl demHerrn von Montailleur, Oberstlieutenant von Türenne, wo möglich den Posten biszu seiner Rückkunft zu behaupten, und führte auch bald darauf das zweyte Escadronvon Villequier über die Brücke hinüber; kaum aber daß dieser am Ende eines kleinenDamms das Escadron zu formiren angefangen hatte, so kam plötzlich der Trupp, soauf der Höhe geblieben war, in Unordnung herunter, und mit ihm nahm auch Ville-quier Reißaus. Der Herzog gieng hierauf nochmals über die Brücke, und wollte, alser vier Escadrons von den Gens d'armes und Gesvres unter den Herren von Schom-berg und Querney gefunden, nochmals wieder zurückgehn, als er den MarschallHocquincourt gewahr wurde, der mit seiner eignen ganzen Cavallerie und verschiednenEscadrons von den andern Armeen daselbst übergieng. Der Herzog wandte sich nunnach einer andern Gegend; und als er eine Zeitlang zwischen der Contravallation undder Stadt nach dem Quartiere des Grafen von Fuensaldagna gegangen war, erreichte ereine Höhe, da er weit um sich sehen konnte, und auf einer andern Höhe Truppen auf-marschirt fand. Anfangs hielt er sie für Feinde, zuletzt aber, durch die Farbe der Mon-tirung betrogen, für die seinen, und marschirte schon auf dieselben zu, als ein Officiervom Marschall Türenne angejagt kam, und dem Herzog meldete, daß jenes Feinde waren,der Marschall aber selbst in der Nähe stünde und höchstnöthig Verstärkung gebrauchte.
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