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Feldzüge des Vicomte Türenne ... aus den ächtesten Urkunden / von Friedrich Wilhelm von Zanthier
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165
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Feldzug vom Jahr 1654. 165

„schwer sich vorgestellt, daß nur die Officiers und einige wenige Soldaten sich an das„Parapet hiengen, der Rest von den Regimentern aber blieb im Felde, ohne vorzu-rücken. Von der Armee des Marschall la Ferte' giengen nur einige Regimenter bis zu„dem letzten Graben, aber nicht ein einziges drang bey seiner eignen Attaque durch, fon-„dern als zur Rechten die Verschanzung formt worden, rückten sie daselbst ein. Man„brauchte wohl eine halbe Stunde, um die Graben zu füllen, und die Cavallerie, die„hinter den Bataillons hielt, saß ab, um die Faschinen und Hürden zu bringen; hinter„den Verschanzungen aber hörte man viel Pauken und Trompeten, aber nur weniges„Feuer."

Gegen diese Zeit kam jemand zum Herzog von Pork, und sagte ihm ins Ohr, Kork.daß die Sachen zur Rechten schlecht stünden, und der Marschall Türenne verwundetworden wäre, worauf der Herzog den Trompetern und Paukern seines Regiments be-fahl, das Spiel zu rühren, um die Infanterie dadurch aufzuleben, und zu zeigen, wienahe sie von der Cavallerie unterstützt würde. Die ganze Cavallerie folgte diesem Bey-spiel, und es gab der Infanterie Muth; aber die Escadrons des Herzogs von Pork unddie nächststehenden litten, weil die Feinde aus einem benachbarten Redan den Klangsich Zinn Ziele gemacht hatten, und sodann auch die Flüchtlinge von der Attaque desMarschall la Ferte' sämmtlich auf diese Cavallerie einstürzten, und mit ihren Lunten dasFeld so hell machten, daß hier vieles Volk blieb.

„Sobald indeß die Infanterie Herr von der Verschanzung geworden, fieng die„Cavallerie an durch eine Barriere einzurücken, wo sie jedoch die Pferde führen mußte;

„als aber bald darauf die Regimenter der ersten Linie ein jedes feine Passage bereitet hat-ten, rückte die Cavallerie, fo jedem Regiment zugeordnet war, über diese Passagen„ein." Der Generallieutenant Esclainvilliers erhielt den ersten Befehl vom Marfchall Aork.Türenne, daß er einrücken und der Herzog von Z)ork ihn unterstützen sollte. Es dran-gen auch drey Escadrons ein; mit dem vierten aber kamen zugleich die Feinde, fo dieInfanterie des Marschall la Ferte' abgeschlagen hatten, die sodann Feuer gaben und Gre-naden unter das Escadron warfen, wovon Bodorwitz, der es führte, verwundet ward,das Escadron wich, und die Barriere wieder geschlossen wurde. Der Herzog von Porkwandte sich also rechts, und fand eine andre, wo er mit dem Regiment Türenne Ca-vallerie von zwey Escadrons eindrang, und andre Regimenter folgten. Sehr zur rech-ten Zeit hatte hier Bout de Bois, Oberster vom Regiment la Feuillade, einige Hüttender Feinde in Brand gesteckt, unter deren Feuer der Herzog recognoscirte, ob feindlicheCavallerie da sey, ersah aber nichts. Beauveau hingegen, das Regiment das ihm

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