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Feldzüge des Vicomte Türenne ... aus den ächtesten Urkunden / von Friedrich Wilhelm von Zanthier
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174
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Feldzug vom Jahr i6;;.

„ ^^bgleich der bürgerliche Krieg nur eben seine Endschaft erreicht hatte, so verstrichenex-/ „doch die Winter ganz ruhig, wiewohl es allerdings Leute genug gab, bieder„Regierung des Cardinals entweder blos überdrüßig oder auch misvergnügt damit wa-hren. Aber das Elend und Uebel, so ein jeder wahrend dieser innerlichen Unruhen em-pfunden, machte nun die meisten hellsehend genug, daß die Reden der unruhigen„Köpfe die vorige Gewalt nicht mehr hatten; und, wie beym Anfange großer Revo-lutionen es scheint, als wenn ein jeder glaubte, daß es nun mit ihm aufs ärgste gekom-men wäre, so entstehen auch, wenn die ersten Unruhen geendigt worden, so leicht keine„neuen, weil nun ein jeder das Uebel, so er darin gefunden hat, kennt.

„Doch entstund in diesem Winter zwischen dem Hofe und dem Parlement ein„langwieriger Streit wegen gewisser Münzen, so der König schlagen wollen, und denen„das Parlement sich widersetzte; und weil die Sache bis zur Bitterkeit kam, so bat der„Cardinal in Gegenwart des Königs den Marschall Türenne, daß er den ersten Präsi-„denten vor der Versammlung, die darüber gehalten werden sollte, bespräche. Tü-„renne fand einen Ausweg, alles zu schlichten, weil er von ganzem Herzen wünschte,„daß die Sache nicht zum Aeußersten käme, indem nicht nur der Entwurf des Feldzugs„dadurch gelitten hätte, sondern auch Conde' sowohl als der Cardinal Rez beyde An-fänger genug in Paris hatten, daß der Streit, wenn er einmal zum öffentlichen Bruch„kam, so leicht nicht wieder beygelegt werdet» konnte. Der Hof begab sich hierauf„nach Compiegne, und von da nach la Fere; Paris aber war mehr der Unruhen satt,„als von seinen Vorurtheilen geheilt, und der Cardinal blieb seiner Natur nach geneigt,„die Sachen so viel möglich im Gleichgewicht zu halten, mit jedem, der einiges Misver-„gnügen zu haben glaubte, sich zu vergleichen, und, was nicht gewonnen werden konn-te, wenigstens zu schonen, und so lange als nur möglich zurückzuhalten.

„Indeß der König zu la Fere sich aufhielt, versammelte sich seine Armee zu eben„der Zeit, als die feindliche, und der Marschall Türenne nahm einige Truppen und„führte zwey Convois nach le Quesnoy. Gleichwohl sich derselbe gar wohl ein, daß,„wenn man nicht Landrecy belagerte, so würde es unmöglich seyn, le Quesnoy zu be-„haupten, und daß unter allen Eroberungen diese den Kräften, die man hatte, am wei-fen angemessen wäre. Ebenderselben Meynung war der Cardinal, und es erhielt

„also