Feldzug vom Jahr 1655.
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„und daß man nach dessen Eroberung schwerlich ins Land der Feinde wurde eindringen„können, indem die Jahrszeit theils damit verstriche, theils auch die Feinde das Land,„wo man durchziehen müßte, aufzehren würden, so wurde beschlossen, daß der König„selbst mit seiner Armee aufbräche, um ins Land der Feinde einzurücken; und man hielt„dafür, daß irr Betracht der Lebensmittel für itzt keine Gegend vorthcilhafter wäre, als„längst der Sambre. Der König gieng an der Tete der Armee bis nach Thuyn,„und der Herr von Castelnau wurde detaschirt, um sich des Postens von Lovines bey„Ducant zu bemächtigen, den man Anfangs zu behaupten gedachte, nachgehends aber„wieder verließ, als man befunden, daß er nicht befestigt werden konnte. Von Thuyn„gieng der Marsch bey Bussiere über die Sambre, und sodann nach Maubruge und„Bavay, woselbst ein Kriegsrath gehalten ward, die fernern Operationen zu bestim-men ; und es hätten in diesem verschiedne von Hofe zwar gerne gesehen, daß Avesnes„belagert würde, weil aber keine Anstalten dazu gemacht worden, so waren die Mar-„schälle beyde diesem entgegen, und man wandte sich statt dessen zu den Mitteln, über„die Scheide zu gehn, und sich dem Feinde zu nahen, um zu sehen, ob er etwan Gele-genheit zu unternehmen darböte, es sey nun, daß er seine Armee in die Plätze vertheilte,„oder mit dem Ganzen dem Ucbergang über den Fluß sich widersetzte."
Die Spanier, die zwischen Mons, Conde' und Valenciennes Posto gefaßt,hatten das ganze Land von Valenciennes bis Conde', und von Conde' bis St. Guisliainso stark unter Wasser gesetzt, daß beynahe kein Anschein von Hoffnung da war, denUebergang in dortiger Gegend zu versuchen, wo sie mit ganzer Armee entgegenstanden.Gleichwohl als der Cardinal vorstellte, wie glorreich es seyn würde, im Angesicht einerganzen Armee den Uebergang über einen Fluß zu forciren, so war der Kriegsrath, derin Gegenwart des Königs und des Cardinals von den Marschällen la Ferte', Villeroy,Grammont und du Plessis gehalten wurde, bereits im Begriff, den Uebergang über dieHaine bey Pont sur Haine zu beschließen. Türenne aber widerstand, und zeigte, daßes zwar vielleicht möglich wäre, nach großem Verlust den Posten zu forciren, er aberdagegen hoffte, den Zweck der Bewegung auch ohne einen so blutigen Angriff zu erhal-ten, wenn die Armee etwas unterhalb Bouchain über die Schelde gienge, und, Valen-ciennes zur Rechten lassend, gegen Conde' anrückte, um nochmals die Schelde daselbstzu passiren, und die Stellung der Feinde dadurch in die Flanque zu nehmen, und ihreVerschanzungen und Jnundationen fruchtlos zu machen. Der Rath des Marschallsdrang durch, und „es wurde beschlossen, zwischen Bouchain und Valenciennes„überzugehn.
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