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Feldzüge des Vicomte Türenne ... aus den ächtesten Urkunden / von Friedrich Wilhelm von Zanthier
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197
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Feldzug vom Iahr 1656.

„des Herrn von Castelnau, ließ den Herzog von Navailles folgen, und bereinigte sich„mit allen am Rande der Verschalung.

„Die Feinde giengen mit einem Corps Cavallerie durch die Stadt, und Conde'„folgte an seiner Tete in großer Eil, wahrend daß Türenne die Verschanzungen an ver-„schiednen Orten durchbrechen ließ, und, nachdem er mit einigen Escadrons Stand ge-halten, aus ihnen ausrückte, jedoch einige Zelter und Bagage Preis gab. Weil„man nun von so vielen Orten her sich zu versammeln gehabt, so konnte es freylich An-hangs nicht anders als mit einiger Verwirrung geschehn; doch eine halbe Stunde von„der Stadt stellte man sich in gute Ordnung, und die Feinde, als sie es bemerkt hatten,„hielten an, und verfolgten nicht mit zu großem Eifer, besonders weil sie an vielen„Orten gute Beute gefunden.

„Die Armee des Königs gkeng nach le Quesnoy mit nicht mehr als fünf bis sechs„Stücken; und weil das Wasser die Brücken der untern Scheide zerrissen hatte, so„konnte niemand von der Armee des Marschall la Fette' über dieselbe nach dem Quartier„von Türenne sich retten, obgleich der Herr von Marsin mit seiner Attaque in dortiger„Gegend abgeschlagen worden. Die Verwirrung, die auf dieser Seite unter den„Truppen des Königs eingerissen, war die Ursache, daß der Verlust so beträchtlich ge-worden, weil durch sie der Weg nach der Brücke gesperrt ward; die Feinde aber, nach-dem sie den Marschall la Fette', der das Seinige wohl gethan hatte, fast alle seine„Generals und viele andre gefangen genommen, hielten zu Vakenciennes an, und ver-„folgten blos mit Cavallerie.

„Die ganze Armee des Königs glaubte, daß man weiter als nach le Quesnoy„gehen, und sich gegen Landrecy und die Gränzen von Frankreich zurückziehen würde,„und es fieng auch die Bagage bereits an, über le Quesnoy hinaus zu defiliren. Tü-„renne schickte Trupps nach, um sie zurückzubringen; und nachdem er nahe an der Stadt„sich ein Lager ersehn hatte, campirte er daselbst in der Nacht nach dem Angriff. Am„folgenden Tage mit frühem Morgen befahl er der Armee, auszurücken, um die künftige„oräre 6e Kamille von der Infanterie und den Flügeln der Cavallerie zu bestimmen, und„damit man wieder Muth faßte. Denn obgleich nur die Armee vom Marschall la Fette' einen„wirklich beträchtlichen Verlust erlitten hatte, so war doch alles in wahrer Betäubung.„Das Gerücht gieng, daß die Feinde die Belagerung von Conde' unternehmen würden;„dennoch glaubte Türenne allerdings, daß sie auch wohl gegen ihn anmarschiren könnten,„und der Sinn der Armee war, sie nicht zu erwarten. Die Feinde erhielten am Tage„nach dem Entsatz eine Verstärkung von zwey tausend Mann Infanterie; und nach-

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