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Feldzug vom Jahr 1656.
„Nach der Uebergabe von la Capelle schickte Conde' ein DetaschemenL nach Ro-„croy, und die Spanier glaubten sich nicht mehr in dem Stande, sobald nach Rocroy„zurückzukehren, sondern bezogen das Lager zu Maubeuge.
„Der König und der Cardinal kamen nach Guise, und fanden für gut, einen„großen Convoi in den Platz einzuwerfen. Es war äußerst wahrscheinlich, daß die„Feinde ihr voriges Lager vor St. Guisliain wieder beziehen würden, weil sie in dem-selben alle Vortheile hatten, den Convoi und selbst die Armee des Königs davon abzu-halten ; dennoch bestand der Cardinal darauf, daß der König das Unternehmen selbst„wagen sollte.
„Die Armee stand am 25sten September zu Barenfosse, und passirte am 29stcn„die Musterung vor dem König oberhalb der Equielle, und erreichte darauf am Zvsten„über Vagueresse die Gegend von le Quesnoy. Von hieraus rückte Türenne am isten„Oetober eine Stunde weiter vorwärts, und detaschirte den Herrn von Castelnau mit„vier bis fünfhundert Mann Infanterie und einem Convoi von Lebensrnitteln auf acht„Monate, und vieler Kriegsmunition nach St. G ioliain. Die Feinde, die nun nicht„mehr im Standewaren es zu verhindern, marfchirten nach Mons, so nur eine Stun-„de von St. Guisliain abliegt, und zeigten sich zwey Stunden nachher vor dem Platze,„.ns die Bedeckung des Convois sich wieder zurückgezogen hatte. Während des Mar-sches nahm man Ronsin, ein unhaltbares Schloß, und der König gieng nach Guise,„und bald darauf nach Paris.
„Die Feinde waren nunmehr außer Stand, St. Guisliain zu belagern, und die„französische Armee verblieb in Cambresis bis zu Anfange des Novembers, und gieng„sodann über die Somme, um ihre Quartiere in Frankreich zu beziehen. Die feind-„liche zog sich zurück zwischen Mons und Namur, wo sie eine Zeit lang in den umliegen-den Orten cantonnirte, und hernach gleichfalls ihre Quartiere in den gewöhnlichen„Landen bezog. Die Armee des Königs wurde irr Flecken und Dörfer vertheilt, urrd„man traf dies Jahr mit der Infanterie eben dieselbe Einrichtung, als im vorigen Iah-„re mit der Cavallerie.«
Feldzug