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Feldzug von, Jahr 1653.
mit einer Flotte die See halten; der Tractat sollte nur ein Jahr dauern, wahrend dessendie Engländer mit ihren Truppen beständig bey der Armee des Königs verbleiben, undauch zur See die Belagerung von Gravelines unterstützen sollten, obgleich dies sowohlals alle andre Plätze, das einzige Dnynkirchen ausgenommen, ohne Anspruch der Eng-länder den Franzosen verblieben. Der Cardinal wünschte, daß die Armee des Königsnach Flandern marschirte; und Türenne, wiewohl ungewiß, ob es möglich Duynkir-chen zu belagern, ohne zuvor bey Vinopbergen zu bleiben, wünschte dennoch aufrichtig,den Engländern zu zeigen, daß man das möglichste thäte, um seine Bündnisse zu erfül-len. Der König, der bisher auf eine kleine Stunde von Hesdin sich gelagert hatte,begab sich nach Montreuil zur Königin Mutter, und kehrte mit ihr nach Calais zurückAm 2Osten nebst zwey bis drey tausend Mann Escorte unter dem Herrn von Castelnau. Türenneaber brach mit sieben bis acht tausend Mann auf und nahm den Weg nach St. Venant,um die Lys daselbst zu passiren, und sodann entweder vor Vinopbergen oder Duyn.kirchen zu rücken.
In der Gegend von Bethune erfuhr der Marschall durch den Gouverneur, Mar-quis von Crequy, daß zwey bis drey feindliche Regimenter in Cassel stünden, so unge-fähr fünf Stunden von St. Venant und auf dem Wege nach Vinorbergen gelegen.Türenne detaschirte den Gouverneur mit sieben bis acht hundert Pferden und einigencommandirten Musquetiers; und diese nahmen zwey bis drey hundert Mann von zweyirrländischen Regimentern in Cassel gefangen. Bald darauf langte auch Türenne mitder Avantgarde an, und rastete einen Tag, um die Bagage zu erwarten. Hätte erden Einwohnern des Landes geglaubt, so würde er weder Bagage noch Geschütz habenmitnehmen können, weil die Wege, die zu allen Zeiten schlimm sind, nun wegen deslangen Winters weit über das gewöhnliche verschlimmert worden waren. Es war indeßschon weit in den May, und Türenne sah, wie nothwendig die Eilfertigkeit war. Als erdurch die Aussagen der Gefangnen erfahren, daß die Armee der Feinde sich noch nichtversammelt hätte, lnß er sofort am 22stcn May des Nachmittags um zwey Uhr diezweyte Linie der Armee aufbrechen, und folgte am azsten selbst, ließ die Bagage dieganze Nacht durch marfchiren, und erreichte, nachdem er oft die Wege gebessert, end-lich die Colme. Vinoxbergen blieb sodann dem Marsche zur Linken; und als die Ar-mee eine Zeitlang durch ein stark inundirtes Terrain fortgerückt war, kam sie endlicheiner Redoute gegenüber, so die Feinde mit einem Hauptmann und dreyßig Köpfen be-setzt hatten. Matt machte sich eine Passage über den Fluß, warf Brerer über einigePfeiler, die man noch im Wasser gefunden, und ließ einige abgeseßne Reuter, die ihre
Pferde