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Feldzug vom Jahr 1672.
von Gröningen ihre Schanzen verlassen hatten, worauf er sofort gegen die letzte sich zuwenden beschloß, und die Dyler-, alte und neue Schanze, das Wynskotter Ziel, das Hauszu Wedde und alles, was umher gelegen, mit dem ganzen Westerquartier ohne den ge-ringsten Widerstand einnahm. Die Schanze Bourtogne aber, in welcher der Haupt-mann Prot commandirte, widerstand dem Angriff sowohl als den großen Erbietungen,so dem Commandanten an Gelde geschehn waren, und der Marsch der münsterschenTruppen gieng hierauf nach Coevorden, wo alles sich vereinigt hatte, und am isten Ju-lius die Laufgraben geöffnet wurden. In dem Platze commandirte der Oberstlieute-nant Burum, dem es weder an Ernst noch Muthe fehlte; die Werke aber waren nichtvöllig in gutem Stande, und die Besatzung bestund aus nicht mehr als dreyzehn hundertMann neugeworbener Truppen, die während der Vertheidigung gleich Anfangs den be-deckten Weg und einen der halben Monde, so nach der alten holländischen Fortificatiorrvor den Bastionen lagen, verließen; und obgleich der Gouverneur selbst mit dem De-gen in der Hand den bedeckten Weg wieder erobert, und die verlaßnen Posten sämmtlichvon neuem besetzt hatte, so wurde er dennoch auch zum zweytenmale treulos verlassen,und mit entscheidenderm Erfolge für die Belagerer, so daß sie auf dem halben Mondsich logirten, worauf alles in der Stadt auf die Uebergabe stimmte, und diese am ratenJulius mit erhaltnem freyen Abzug erfolgte.
Als nun Cdln und Munster zur Rechten und der König im Centro vordrangen,setzte indeß der Marschall Türenne zur Linken gleichfalls feine Eroberungen fort. Eswaren an der Maas drey Festungen, so noch mit staatischen Truppen besetzt waren,Genney, Grave und Ravestein. Weil aber in keiner von dreyen die Besatzung hin-länglich schien, so hatte man, um Grave zu verstärken, gegen das Ende des Juniusdie zwey andern verlassen, und als sodann Herzogenbusch bedroht zu werden ansi'eng,auch Grave aufopfern wollen, um jenes in Sicherheit zu stellen. Die.Generalstaaten,die ohne Vorwissen des Prinze« von Oranien diesen Entschluß gefaßt hatten, schicktenzwey Deputirte nach Herzogenbusch, so von daraus dem Gouverneur von Grave, Herrnvon Walemburg, den Befehl zusandten, mit seiner ganzen Besatzung Grave zu verlas-sen. Ob nun gleich dieser Officier, der die Wichtigkeit und Güte seiner Festung kann-te, Anfangs dem Befehle zu gehorchen verzogen, und einen Courier an den Prinzenvon Oranien nach Bodegrave abschickte, so sah er sich doch endlich durch die Drohungder Deputirten, daß er mit seinem Leben für den Ungehorsam haften sollte, gezwungen,die Festung zu räumen, und zog mit seiner Besatzung von drey und dreyßig Fahnen aufzwey tausend vier hundert und fünf und zwanzig Mann stark am isten Julius nach Her-
Oo zogenbusch,