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Feldzug vom Jahr 167z.
L^li'ls in dem Jahre 1672 der Marschall Türenne mit seiner so schwachen Armee dem Ramsay,
Uebergange der Deutschen über den Rhein und ihrer Vereinigung mit den Hol- deslandern glücklich gewehrt, so hatte der König, mit diesem Erfolge zufrieden, ihm, seine Türenne.Truppen in die Winterquartiere vom Elsaß und Lothringen zu führen, geboten. Weilaber der Marschall diesem Befehle nicht gehorcht, und gegen Wesel den Marsch unter-nommen hatte: so schrieb ihm der Marquis von Louvois in zwey Briefen dom i7ten und2isten Jenner, daß, da der Frost auf dem Rheine zu fürchten wäre, und die Armee desKönigs alsdenn nicht wieder zurückkönnte, und folglich, um den Churfürst von Bran-denburg einige Meilen rückwärts zu treiben, alles der Gefahr des Untergangs bloß ge-stellt würde, so wäre des Königs gemeßner Befehl, daß der Marschall die Armee nichtlänger im Felde halten, sondern mit ihr das Winterquartier beziehen sollte, und er er-wartete mit dem nächsten Courier die Nachricht, daß der Befehl befolgt sey. Abernoch ehe die Briefe des Ministers anlangten, hatte Türenne ihm bereits geschrieben, daßes dem Interesse des Königs völlig entgegen sey, so zeitig über den Rhein wieder zurückzu-kehren, weil seit dem Marsche der kaiserlichen Truppen nach Westphalen derBischoff vonMünster völlig muthlos wäre, und da der Graf Montecuculli alles ihn zu gewinnen ver-suchte, er gewiß zur Parthey des Kaisers übertreten würde, wenn man nicht seine Landeaus ihren Handen zu erretten eilte.
Türenne gieng am 8ten Jenner mit einem Corps Infanterie bey Wesel über den Merlan,Rhein, und ließ, damit die Cavallerie und das Geschütz folgen könnte, mit gröstem Qumcy.Fleiße an einer Schiffbrücke arbeiten. Er selbst aber begab sich ohne Verzug zu demBischofs von Münster nach Ortemburg, und bat, ohne sich den Anschein zu geben, alswenn er seine Unterhandlungen mit dem Kaiser gewußt hätte, -daß der Bischofs gemein-schaftlich mit ihm für die Verpflegung einer Armee von vier und zwanzig tausend Mannsorgen möchte, die er, um seine Lande von den Feinden zu befreyen, über den Rheinwürde gehen lassen. Der Bischofs sich sich von Stund an gezwungen, die Unterhand-lungen abzubrechen, und unterstützte statt dessen die Maasregeln des Marschalls, der zuseinen Truppen nach Wesel zurückkehrte, und sodann gleich mit dem ersten Corps gegenDorfen vorrückte, und dem Intendanten der Armee Befehl gab, mit diesem Corps dieAnstalten zu treffen, daß die ganze Armee, so wie sie folgte, mit Brodt verpflegt werden
könnte.