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Feldzüge des Vicomte Türenne ... aus den ächtesten Urkunden / von Friedrich Wilhelm von Zanthier
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457
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Feldzug vom Jahr 1674. 4Z7

wo der Graben abgelassen werden konnte, durch Logements (im Plane mit I- bezeich-net) den Belagerern entgegen zu gehn, sondem auch jenseits des Vorgrabens Posto zufassen. Die Officiers, die der Gouverneur, um ihre Liebe zu gewinnen, öfters beyseinen Entschlüssen zu Rathe zog, waren im Anfange dieser Meynung nicht, und stelltenvor, daß diese Logements das Feuer des bedeckten Weges hinderten. Chamilly aberhielt das Feuer derselben, das um so viel näher und rasirender war, als das Feuer desbedeckten Wegs, auch daher um so viel nützlicher, und ließ die Arbeit durch den Inge-nieur Saxks traciren. Man führte sodann jede Nacht sieben oder acht kleine Stückeauf das Glacis, die mit Kartetschen gegen die Arbeiter der Belagerer feuerten, undam Tage in die Logements wieder zurückgiengen. Außer diesen Logements aber fandensich auch einige Gruben, so die Besatzung vorhin ausgegraben hatte, um die Erde zurAusbesserung des Glacis, das ein wenig zu steil war, zu gebrauchen. In diese Grubenwurden des Nachts fünf und zwanzig bis dreyßig Mann commandirt, deren Feuer denArbeiten sehr nachtheilig war. Sie selbst aber hatten Befehl, wenn sie angegriffen wür-den , nach den wahren Logements in I- und lVl sich zurückzuziehen. Die Folge zeigte,daß ohne diese vorgerückten Arbeiten die Festung den hartnäckigen Widerstand, den siegethan, nicht hätte leisten können, und daß die Stücke, die auf dem Glacis standen,den Arbeiten der Belagerer mehr Schaden gethan, als die Stücke der Festung. Esließ auch der Gouverneur den Damm bis zum letzten der vorgerückten Logements hmminiren; doch hatte die Gallerie nicht mehr als fünf Fuß Erde über sich, drey FußHöhe, und zwey Fuß Breite. Die Arbeit nahm in dem Hornwerk ihren Anfang,und rückte vermittelst der Gallerie O bis nach dem äußersten Logement Ü4 vor.

Vom zten bis zum izten August fertigten die Belagerer verschiedne Batterien.Der General Spaen mit den brandenburgischen Truppen faßte Posto mit dem linkenFlügel gegen die Maas, mit dem rechten an den Morast von Peel. Der Oberste Gold-stein mit fünf Regimentern lagerte sich zwischen Ober-Asselt und der untern Maas, undes wurden Communicationsbrücken über den untern und obern Fluß geschlagen, und einDamm aufgeworfen, der den Morast von Peel durchschnitt, und den Belagerern nichtnur zur Gemeinschaft diente, sondern auch der Festung das Wasser von dem kleinenBache Ram benahm, den er von dem Graben der Stadt ab rings um seine Circumval-lation führte.

Die Arbeit am Damme von Ravenstein gieng mit Nachdruck fort, an der Flan-que des Bastions l) war bereits eine Bresche, und die Abschnitte von Pallisaden warenbereits ruinirt, auch der größte Theil der Schiffe, so die Gemeinschaftsbrücke mit der

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