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Feldzug vorn Jahr 1675.
Truppen gegen einen Posten, den er zuvor wohl recognoscirt hätte, angerückt wäre,um, wenn die Feinde passiren wollten, sie anzugreifen, weil er solches für zuträglichergehalten, als dem Wege nach der Brücke zu folgen, die er nicht erreichen konnte, ohnedem Feinde die Flanque zu bieten, und von der Armee sich zu trennen. Der Marschallbilligte ungemein diesen Entschluß, und ließ, nachdem er einige Infanterie in Willstädtgelassen, die ganze Armee in schnellstem Marsche dahin folgen, und nahm, nach denBewegungen des Feindes gerichtet, das Hauptquartier zu Altenheim, das der Grafvon Lorges verlassen, um eine Stunde naher an der Brücke zu Meißenheim sich zu po-stiren. Montclar lagerte sich in der Gegend von Goldschir, eine Stunde von Willstädt,mit der Brigade Infanterie Rambüre, und einem Detaschement Cavallerie und Drago-ner. Und es waren also beyde Brücken gedeckt, und der Marschall, vermittelst desLandes und der Kenntniß, die er davon hatte, versichert, sie beyde, wie der Fall eserfodern würde, verstärken zu können, und, weil die Feinde nur defilirend und nach vie-len Anstalten dagegen anrücken konnten, überall zur rechten Zeit einzutreffen, und ohneGefahr, einzeln geschlagen zu werden.
Die Deutschen, nach einem Marsche von drey starken Stunden, lagerten sichmit dem linken Flügel gegen Lohr längst am Fuße des Berges, den sie im Rücken ge-nommen, und das Hauptquartier kam nach Schütter, so daß die Lager der Armee nurauf eine starke Stunde von einander abstanden, und durch einen einzigen Bach dieDunditzgetrennt waren, die zwar überall zu durchwaten stand, doch aber hohe Ufer hatte. AmTage darauf, als der Marschall ihn recognoscirt hatte, wurde auf halbem Wege vondem französischen Lager eine Brücke, so die Feinde nicht besetzt hielten, abgebrochen,und ein Posten von fünfzig Mann ihr gegenüber ausgestellt, und dieser Posten durchandre bis zum Lager hin unterstützt, und bey den andern Passagen gleiche Vorsicht ge-braucht. Nach diesem, als dadurch mehr Zeit über die Feinde gewonnen worden, unddurch Gefangne die Nachricht gekommen, daß sie bereits viele Brücken über den Bachgeschlagen, und, wie ihre Generale vorgäben, angreifen würden, fand der Marschal!für gut, den Grafen von Lorges wieder an sich zu ziehen, und er detaschirte den Ober-sten, Herzog von Vendosme, mit fünf hundert Pferden, um, unterhalb der feindlichen,Brücken über die Schütter zu schlagen. Nachdem an diesen die ganze Nacht gear-beitet worden, und der Marschall mit Anbruch des Tages viere fertig gefunden, diejenseits mit einer Verschanzung zusammengehängt waren, so ließ derselbe drey hundertPferde unter St. Sylvestre Mestre de Camp übergehn, der so nahe als möglich dasfeindliche Lager recognoscirte, und einige Fourageurs aufhob; und obgleich die Feinde
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