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Feldzüge des Vicomte Türenne ... aus den ächtesten Urkunden / von Friedrich Wilhelm von Zanthier
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Feldzug von: Jahr 1675.

umzog, rnd von dem Posten des Grafen von Hamilton, so auf eine starke Viertel-stunde davon ablag, trennte. Es wurden aber zu beßrer Gemeinschaft zwey Batail-lons von Auvergne zwischen ihm und der Armee in dem Walde, auf dem Wege, dernach ihm binführte, postirt. Dies vollendete nun das Werk, und die Armee war aufanderthalb Stunden Wegs in sechs verschiedne Posten vertheilt, die mit einem Hakendie Front und den linken Flügel des Feindes umschlossen, und sämmtlich durch dasLand und die Anstalten, die der Marschall zu ihrer Unterstützung getroffen hatte, sicherstanden; die Feinde aber waren zur Rechten durch den Rhein, und zur Linken durchdie Armee eingeschränkt, so daß sie auf nichts hoffen durften, als was in ihrem Rückenlag, und wo man von demselben Augenblicke an sie abzuschneiden bedrohte. DiesenTag verbrachte der Marschall mit Recognoscirung der Gegend ums Lager, ohne überden Bach zu gehen, längst dessen die Häuser von Gamshausen liegen, so daß die erstenhart an d:m Lager, die Kirche aber, so am Ende etwas abwärts vom Bache auf einerHöhe gelegen, wohl auf sechs hundert Schritt davon abstand.

Am 25sten detaschirte der Graf von Montecuculli den General Lesle mit acht hun-dert Mann Infanterie und einigen Escadrons unter dem Generale Rabata nach Gams-hurst, um in der rechten Flanque des Türennischen Corps Posto zu fassen, und zu ver-hindern, daß er daselbst sich nicht ausbreiten, und längst des Gebirges die Fouragegewinnen möchte. Als aber eine französische Parthey dies Detaschement entdeckt, undder MarsHall es sofort durch die Dragoner hatte attaquiren lassen, und mit einem großenDetaschement aus der Linie nachrückte, so beschlossen die kaiserlichen Generale denRückzug und warfen hundert und fünfzig bis zwey hundert Mann unter dem Haupt-mann Chevreulles vom Regiment Touches in den Kirchhof, der hoch lag und eineziemlich gute Mauer hatte, damit dies Commando die französischen Truppen, bis dasGros einen sichern Posten erreicht hätte, abhalten möchte. Der Hauptmann wurdenach lancer und tapferer Vertheidigung in der Kirche forcirt, und, obgleich fast alles dasLeben dann verlor, doch er, weil man ihn für einen Franzosen gehalten, nach dem La-ger gebrccht, da er dem Marschall von den fehlgeschlagnen Entwürfen gegen seineFeinde d.e erste Nachricht gebracht, die in der Folge die kaiserlichen Relationen allebekräftigten.

Chavagnac, Der Gewinnst dieses Postens, wobey der Chevalier Hocquincourt, Oberster von

Mcrian. den Dragonern, und der Chevalier Boisselau das Leben verloren, gab nun den Vor-theil, jeffeits des Bachs sich verbreiten zu können, und man fand daselbst ein höher" Terrain and noch einige Fourage. Ruvigny aber wurde längst des Gebirges bis gegen