Sorbet. 31
gehörig zergangen ist, auf welche Weise man einenvortrefflichen Pstrsichscherbet erhält, welcher an einemkalten Orte so lange verwahrt wird, bis man ihn ge-frieren lassen will; f. unter Rofenfcherbet, Theil127, S. 247 u. f.
Reineclaudepflaume nfch erbet oder Sor-bet. Man wähle hierzu diejenigen Pflaumen, welcheauf dem Baume alle Grade der nöthigen Reife erlangthaben, von Heller, grüngelber Farbe. Hat man 35 bis40 solcher Pflaumen ausgesucht, so schneide man sieentzwei, nehme die Kerne heraus, die man zu einemandern Gebrauche aufhebt, lege die Hälfte der Fruchtin ein Gefäß von Steingut, gieße eine ViertelpinteAgrestsastes darauf, lasse es zusammen drei bis vierStunden stehen, drücke die Frucht mit einem hölzernenLöffel zu einem Brei, seihe ihn durch, und lasse die zu-rückgebliebenen Schalen, wie angeführt worden, imAufgusse stehen, seihe lehtere Flüssigkeit, wie jene, durch,schütte 22 Unzen Zucker und zwei Kaffeelöffel voll Po-meranzenblüthwasserS dazu, rühre das Gemisch starkum, und stelle, wenn der Zucker gänzlich aufgelöset ist,die Flüssigkeit ins Kühle zum künftigen Gefrieren.Die Aprikosenpflaumen und Mirabellen werden aufgleiche Weise behandelt. — Wenn man alle die hierangeführten ScherbetS oder Sorbets gefrieren lassenwill, so geschieht die Bereitungsart, wie unter Ro-se n sehe rbet, Th. 127, S. 247 u. ft, ist angeführtworden.
RahmscherbetS oder Sorbets, Fr. Horlrelscks Iwsirne. Vormals rechnete man die eisartigenKäse nicht unter das Gefrorne, indem die Käse bloßaus süßem Rahm, Zucker und Pomeranzenblüthwas-ser bestanden, wozu noch eine große Menge Eydotterkamen; das ist, man nahm nur ein einziges Eydotterauf jede Pinte zum Gefrornen bestimmten Rahm,während man drei Dotter zu jeder Pinte oder Kanne