8orbu8 auou^sris. SordUNM. 4^
ten zur Verschönerung der Lustwälder benutzt, weilihre schönen, weißen Blumen, welche im Monat Mayerscheinen, und in dichten Enddoldentrauben sitzen, ge-gen die gefiederten Blätter sehr schön- abstechen. Siewerden aus Samen und durch Ableger und Spröß-linge gezogen. Ueber die Kultur dieser Bäume, s. obenunter Nr. 1.
8orI)ri8 snonparia, s. oben, S. 40.
— clornSstiea, s. daselbst, S. 41.
— s. daselbst, S. 42.
8or668, wurde bei den Römern die elende Figur ge-nannt, die ein Verklagter machte, wenn er einmalK.6U8 und doch weder absolvirt noch condemnirt war.Ein solcher wusch, noch kämmte sich nicht, ließ sichnicht rasiren, zog die ältesten, zerrissensten Kleider an,die er hatte, und was dergleichen mehr war, wodurcher das Volk zum Mitleiden gegen sich bewegen wollte.Dieser Aufzug hieß bei ihnen Heatu8, der ihn machte,der Verklagte, 8orckid3tu8, wogegen 8oi'«1itli>8,eine Person genannt wurde, die so schmutzig wie einSchwein öffentlich erschien.
Sordine, s. Sourdine.
Sordunen, beim Musiker und Orgelbauer, eineArt Pfeifen oder Fagotten. Der unterste Baß istkaum halb so lang amKörper, als ein doppeltes Fagot,jedoch im Tone tiefer zu bringen; sie haben zwölf Lö-cher, die man sehen kann, und zwei Schlösser, in allemalso vierzehn Löcher. Unten ein Loch zur Feuchtigkeitund das Resonnanzloch. Das größte und tiefste vondiesen Instrumenten ist 2 Fuß 5 Zoll lang. Dasganze Stimmwerk, der Ackord, besteht aus fünf Stük-ken. Ein Orgelregister wird gleichfalls Sordunengenannt, von dem Wälfchen Sordino, gedämpftemKlänge. Nach Einigen wird esBordun oder Bour -don, jedoch falsch, genannt. Diese Pfeifen sind ge-deckt und haben inwendig noch einen verborgenen Kör-