Band 
Hundert und sechs und funfzigster Theil, welcher die Artikel Sonntag bis Speckstein enthält.
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^ Souveränität.

von Herzen dafür danken, wie Sprach spricht! Essiehet in Gotteshanden, daß ein Regent gerathe, der-selbe giebt ihm eine» löblichen Kanzler. — Neben die-sem soll ein junger Regent seine ihm von Gott gege-benen treuen Rathe lieben und ehren, etwas auf siewenden und sich nichts dauern lassen, damit sie mitnothdürfliger und ehrlicher Unterhaltung versorgt, ihrenEhrenstand nach Gebühr, doch nicht zur Pracht undHoffahrt, führen und ihrem Herrn in der Regierungund wo er ihrer sonst bedarf, eiue Ehre seyn können.Besonders soll aber ein Regent seines Herrn Vatersalte treue Rathe lieben und in großen Ehren kalten,sie auch ihrer angewandten Treue in Gnaden genießenlassen; sich auch nicht durch neue, junge, hitzige Rathe,welche immer auf die alten zu beißen pflegen und siedem Herrn verdächtig zu machen sich unterstehen, be-reden lassen, irgend eine Ungnade auf sie zu werfenund ihnen mit Undank zu lohnen. Nein, zwei Stückesind, die mich verdrießen, spricht Sprach, und dasdritte thut mir Zorn, wcnu man einen streitbarenMann zuletzt Armuth leiden laßt und die weisen Rathezuletzt verachtet, und wer vom rechten Glauben abfallt.Dafür sollten junge Herrn gewarnet seyn; denn wennes mit ihnen die Wege erreicht, daß sie ihren treuenalten wohlverdienten Rathen aufAngiessung und An-reizung junger stolzer Rathe, feind werden und ihnenmit höchstem Unverstände und Undank beginnen abzu-lehnen, so stehts auch dermaßen übel um einen jungenHerrn; es gewinnt gewiß einen bösen Ausschnitt mitdem Regimente und können es nicht lange treiben.Ach! alte treue, christliche, wohlverdiente Rathe sindeines junge» Fürsten oder Herrn höchster Schatz undedelstes Kleinod, und stehen ihm überaus wohl an,sie sind ihm ei» großer Schmuck und Zierde, wie jeneehrbare Matrone auf dem Reichstage zu Worms er-kannte, als sie einen Fürsten des Reichs mit alten Ra-then zu Rathe reiten sah; sie sagte zu ihrem Haus-wirthe, der den Fürsten auch reiten sah: Lieber Mann,was meinet ihr wohl, daß diesen Fürsten am bestenzieret? Er antwortete: Seine wohlgeputzten Hengsteund stattlichen Gaule, sein Reichthum, Pracbr undSchöne. O nein! lange nicht, sagte die Matrone,sondern dies war des Fürsten beste Zierde und sein