Band 
Hundert und sechs und funfzigster Theil, welcher die Artikel Sonntag bis Speckstein enthält.
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130 Spaabrunnen.

Dieses Getöse hört man schon in einer gewissen Ent-fernung. Alles, besonders aber die Stelle, wo es ab-stießt, ist mit braungelbem Ocher belegt, auch selbst diePlatte mehr, als andere Quellen. Das Wasser, frischgeschöpft, hat einen schwachen schwefelichten Geruch,jststahlfarben und perlt sehr, schmeckt säuerlich, scharfund gelinde zusammenziehend. Galläpfeltinktur machtegelbe Adern, LakmuStinktur färbte sich gleich karmoi-stnroth. Nach dePreßeux, Chrouet undSpringSfeld soll der Geronster, Pouhont undSauveniere vorzüglich eine steinzermalmende Kraftbesitzen, der Watrotz soll nicht allein purgieren, sondernauch Brechen machen. SpringSfeld empfiehltdaher denen, die viele gallichte und schleimichte Crudi-täten haben, diesen Brunnen zuerst zu trinken, ehe siedie Kur anfangen. Den Tonnelet trinkt man beiTische mit Wein. Auch in der Wassersucht wird dasSpaawasser gerühmt. Nach dem Herrn StaatsratheHufe land hat das Spaawasser einen Reichthum ankohlensaurem Gas, auflosliche Salze und einen bedeu-tenden, doch nicht zu starken Stahlgehalt, wodurch es,außer den stärkend belebenden Kräften aller kräftigenStahlwassec, noch den Vorzug hat, daß es leicht ver-dauet und leicht vertragen wird, und daher bei sehrempfindlichen, erregbaren, zu Erhitzungen und Blut-congestionen geneigten Körpern, große Eigenthümlich-lichkeiten und Vorzüge hak. Daher ist eS bei Lun-genschwäche, Nervenschwäche und Brustaffectionen,bei manchen Arten der Hypochondrie mit großer Reiz-barkeit, bei weiblichen Krankheiten und sehr zartenNaturen, bei sehr erhöheter Reizbarkeit des Urins,)-siemS, bei Nieren- und Blaseneiterung und Verschlei-mung, ein ausgezeichnet wohlthätiges, oft durch nichtszu ersetzendes Heilmittel. Auch geben ihm die man-nigfaltigen Quellen von verschienenem modificirtenGehalte und Wirkung, die der Ort enthält, einen gro-