Band 
Hundert und sechs und funfzigster Theil, welcher die Artikel Sonntag bis Speckstein enthält.
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Spagaten. Spähen.

wo das Wort auch Spaget, Spacht, Spachter,Spoget rc. lautet, und entweder von dem Italieni-schen 8p>SAO, 8psZIi6tto, dünner Bindfaden, oderauch von dem Böhmischen spo>;iti, zusammenheften,herkommt.

Spagaten, s. den folgenden Artikel.

Gpagacsaden, Spagaten, Bindfaden, sieheSpagat.

Spagec, s. Spagat.

8j)8^ir1u, 8^a^) riea, die Chemie, besonders diegeheime.

Spagnolette, beim Schlösser, eine Stange Eisen,die man aus das hohe Rahmenstück einer Thür odereines Fensterrahmens anmacht, um sie vermittelst ei-niger Haken zu zuhalten, dieam Ende dieser Stangesind, und in Krampen eingreifen, die sich an demFutter befinden, wenn man die Stange mit einemHebel umdreht, den man einen Griff nennt; eö giebtderen verschiedene Gattungen.

8p8Nw1os, s. 8p8^irin.

Späh, die Handlung, da man spähet, ein altes, nurnoch im Ober- oder südlichen Deutschland gangbaresWort, wo eö z. B. in den Steckbriefen heißt, daßman auf die beschriebene Person gute Späh undKundschaft haben oder ausstellen soll. In einigenGegenden Spee, Spech, s. Spähen.

Spähcbiene, Spähbienen, Spurbienen, in derBienenzucht, Bienen, welche aus einem Stocke,wenn derselbe bald schwärmen will, ausgeschickt wer-den, den besten Platz für die künftige neue Kolonieauszuspähen.

Spähen, ein regelmäßiges, thätiges Zeitwort und einZeitwort der Mittelgattung. Es ist eines der ältestenWörter nicht nur der Deutschen, sondern auch allernur einiger Maßen verwandten Sprachen. In demgemeinen Sprachgebrauchs der Hochdeutschen ist es