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Hundert und sechs und funfzigster Theil, welcher die Artikel Sonntag bis Speckstein enthält.
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Spallieren. Spalliernagel. 145

thun, als die Spallierwände, woran man Wein,Obstbäume rc. zieht, mit schwarzer Farbe anstreichenzu lassen, und wo möglich ohne allen Glanz, damitnicht die Strahlen zurückprallen, sondern eingezogenoder eingesogen werden. Man muß daher die schwarzeFarbe, (Frankfurter Schwarz, auch Ruß, gebranntesElfenbein rc.) mit bloßem Leinöl reiben, und darf nur,damit sie schneller trocknet, etwas Terpentinöl dazuthun, so daß sie beim Anstrich matt bleibt; noch besserwäre bloß Leimfarbe, weil solche diese Eigenschaft ineinem hohen Grade besiht, das heißt, man schütte diezerdrückte oder zerstoßene Farbe auf den Reibestein,wenn sie von der Art ist, daß sie gerieben werden muß,wo nicht, so thue man sie nur in einen Tops und gießeLeinwasser darauf, rühre es um, und wenn sich Allesvermischt hat, so streiche man mit einem gewöhnlichenBorstenpinsel diese Farbe auf die Wand. Das Leim-wasser darf nur ganz dünn gekocht seyn. Wenn dieFarbe gerieben werden muß, so gieße man so viel aufden Stein zu der Farbe, als hinreichend ist. DieOelfarbe giebt immer einen Glanz und ist daher nichtso gut, als die Leimfarbe, nur ist Letztere nicht so dau-erhaft und muß der Anstrich deshalb oftmals wieder-holt werden.

Spallieren, eine Wand oder Mauer mit einem Spallierebekleiden.

Gpallierhaken , Haken, welche auf einem sauber ge-schliffenen Stahle oder auch nur Eisenblech geschweißtwerden, welche man mit diesem Bleche an die mit Ta-peten bezogene Wände, ohne Verletzung derselben, an-machen kann. Man findet dergleichen Haken schonfertig bei den Eisenhändlern oder Eisenkrämern.

Spallierleder, dasjenige Leder, auf welches Gold- oderSilberblättchen mit allerhand Figuren gepreßt werden.

Spalliernagel, beim Nagelschmidt, eine GattungOec. rechn. Enc. Theil 61.VI. K