Band 
Hundert und sechs und funfzigster Theil, welcher die Artikel Sonntag bis Speckstein enthält.
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Spalzmehl. Span. 157

Gerste > so wie sie bei dem Machen der Graupen rc.abgesondert werden; eine Art der Kleye.

Spalzmehl, Spelzmehl, bei den Müllern undBäckern, eine Art des Weihenmehls, nachdem das-selbe durch verschiedene Gänge gezogen worden; s.unter Mehl, Th. 87.

Span, ein Slavonisches Wort, welches einen Herrnbedeutet, aber inG e spa n am üblichsten ist; dann be-zeichnet es in Gespan einen Kamerad, s. Gespan.— In einigen Gegenden Nieder - Deutschlands oderNord-Deutschlands, z. B. in und um Bremen bedeu-tet es ein Gefäß, einen Zuber. — Im Forstwesenbezeichnet man dadurch das Innerste, den Kern einesBaumes, welcher auch Splint genannt wird. NachAdelung soll es in dieser Bedeutung von dem altensp anen, spalten, theilen, Herkommen oder abgelei-tet worden seyn. So wie es bei dem vorhergehenden,wo es ein Gefäß bedeutet, den Begriff der Vertiefungeines hohlen Raumes hat und mit Wannen einesGeschlechtes seyn soll. Im Englischen heißt 8pnuein Löffel. — In der Schiffahrt auf der Donaubedeutet es das Prosil oder den Durchschnitt einesDonauschiffes, die Vorstellung desselben, als wenn esdurchgeschnitten wäre, damit man die innern Theilesehen kann. Der größte Span, der Durchschnittin der größten Breite. Es soll hier, nach Adelung,vou dem veralteten spanen, theilen, herkommen.

Der Span, die Späne, in der Mehrheit.1. Ein Theil, ein durch Theilung eines Ganzen erhal-tenes Stück, eine dem ganzen Umfange nach veralteteBedeutung, die nur noch in einigen einzelnen Fällenüblich ist. (l) So erhalten die durch Spalten ent-standene Bretter den Namen Späne. Im Hüt-tenwerke nennt man ein kleines, ungefähr 7 Zolllanges und 3 Zoll breites Brettchen, worauf dieProben gelegt werden, einen Span. — Bei den