Band 
Hundert und sechs und funfzigster Theil, welcher die Artikel Sonntag bis Speckstein enthält.
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158 Span.

Dachdeckern heißt man die dünnen durch Spaltenentstandene Brettchen, welche 9^ Zoll lang und 2^-bis 3 Zoll breir sind, und bei den Ziegeldächern unterdie Fugen der Dachsteine gelegt werden, um das Durch-gingen der Nasse zu verhindern, Dachspäne, dieman hin und wieder auch Dp kette nennt. — Beiden Buchbindern nennt man die Späne, welchedie Buchbinder anstatt der Pappe gebrauchen, undwelche von Rothbüchenholz, welches ganz gleich undrein, ohne Aeste, mit großen Hobeln abgehobelt wird,Späne. Da diese Spane kein festes Holz, sondernnur große Hobelspäne sind, und sich sehr leicht voneinander splittern, so muß im Zerschneiden mit densel-ben sehr behutsam umgegangen werden; denn es istnicht gleich viel, wie sie zerschnitten werden; manmüßte sie denn auf der rauhen Seite mit Leim bestrei-chen oder ganz mit Papier überziehen, um das AuS-splittern auf diese Weise abzuwenden. Sie sind vonverschiedener Größe und Breite, unter welchen diebreitesten und stärksten zu Folio und Quart, die schma-len und dünnen aber zu Octav und Duodez zu gebrau-chen sind. Man findet sie auch so stark und breit, daßsie sich zu Folio schicken, weshalb die kleinere Artendoppelt genommen, also übereinander geleimt werden,daß die Fuge weiter hinausgeht, woraus man zu umso besserer Hältniß noch ein Papier überlegen muß.Bei dem Zuschneiden der Späne muß man folgendesbeobachten: Daß man vom Obertheile derselben,nämlich an dem Orte, wo derHobel angeseht und hin-«ntergezogen ist, den Anfang macht, und nachdem manden Span anö Buch angelegt, abgemessen und gezeich-net, nach den Stichlöchern das Lineal anlege, so daßes unter dem Stücke liege, welches abgeschnitten wer-den soll, und dann an dem fest aufgelegten Lineal miteinem scharfen und spitzigen Messer, welches nichtreißt, hindurch schneidet. Dabei ist zu merken, daß