168 Spanien.
auf andern ruht beständig Schnee oder Eis; zwischendiesen Gebirgen aber laufen unmuthige, ungemeinfruchtbare Thäler fort. Besonders zeichnen sich diegroßen Ebenen des witteren Theils, und der Strichan den Küsten des Mittelländischen Meeres durch fet-ten, theils thon-, theils Mergel-, theils gypsarligenBoden, und durch einen hohen Grad von Fruchtbarkeitaus; selbst derjenige Theil des Landes, wo der Grundoder der Boden steinigt oder sandig ist, ist die Kulturdesselben nicht vergebens betrieben worden. — Die Ge-ro ä sse r Spaniens sind nicht unbedeutend; außer denbeiden oben genannten Meeren, die Spaniens Küsten be-spülen, besitzt das Reich noch 155 große und kleine Flüsseu.eineMenge Bäche; große Seen giebt es dagegen nicht.Die vorzüglichsten Flüsse sind der Tajo, der Minho,der Douro und die Guadiana, welche ihren Lauf ausAragonien, Gallicien, Soria, und Neukastilien nachPortugal nehmen, und sich dann in das AtlantischeMeer ergießen; ferner der Guadalquivir, der im süd-lichen Gebirge von Segura entspringt und sich dannaußerhalb der Meerenge von Gibraltar mit dem At-lantischen Meere vereiniget; der Ebro, welcher unweitReynofa an den Grenzen von Asturien und Alt-Ka-siilen entspringt, und sich unterhalb Tortola mit großerHeftigkeit in das Mittelländische Meer stürzt, und derTinto oder der Gefärbte, Färbende, welcher seinen Na-men von seiner gelben Farbe hat, und die Eigenschaftbesitzt. Alles gelb zu färben und zu versteinern. KeinFisch lebt darin und die Pflanzen verdorren an seinenUfern. Man schreibt diese Beschaffenheit den Kup-fertheilen zu, die er bei sich führt. Nach der Auf-nahme meherer kleinen Flüsse verliert er diese Eigen-schaft. Unter diesen genannten ansehnlichen Flüssensind nur ein Paar schiffbar; selbst der grüßte unterihnen, der Tajo, ist es nicht. Der Guadalquivir ist sei-, ner seichten ^stellen und Sandbänke wegen für große