Band 
Hundert und sechs und funfzigster Theil, welcher die Artikel Sonntag bis Speckstein enthält.
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170 - Spanien.

nicht festen grassiren dann Fieber, Schlagflüsse, Koli-ken rc., so wie im Gegentheil der brennende SüdwindSolano, dervon Afrika herüberkommt, öfters Schwin-del, Entzündungen rc. hervorbringt. Er herrscht ge-wöhnlich zehn bis zwölf Tage, und löset alle Kräftedes Körpers und Geistes auf.

An Naturprodukten ist Spanien sehr reich;denn die Natur spendet hier ihr Füllhorn in vollemMaße aus, besonders hinsichtlich der Produkte ausdem Pflanzenreiche. Man findet nicht nur diege-rvöhnlrchen Gattungen von Getreide auf dem überausfruchtbaren Boden, sondern auch Reis, IndischeHirse (Panizo), Hülsenfrüchte und die schmackhafte-sten Gartengewächse, als: Blumenkohl, Spargel, Ar-tischocken, Melonen, Melanzanäpftl, die eßbare Arum-wurzel, woraus das Cyprische Pulver für die Putz-tische der Damen bereitet wirb, Safran, Lavendel rc.Fast überall grünt der wohlriechende Rosmarin, undüberall findet sich das Süßholz, der Kapernstrauch unddas Spanische Rohr, besonders im Süden. Fernerfindet man in einem großen Theile von Spanien dasEsparto oder Federgraö, welches als Surrogat desnicht in hinlänglicher Menge vorräthigen Flachses undHanfes angebauet wird. Das den Färbern so wichtigeSteimnooö oder die Orseille ist fast auf allen Berg.rücken verbreitet, und verschiedene Salzpflanzen kom-men in mehreren Gegenden in Menge vor; auch eineEistuöart, woraus Manna gewonnen wird, und andereofficinelle oder medizinische Kräuter. Das Haupthan-delsprodukt aus dem Pflanzenreiche ist der Wein, vondem mehrere Provinzen die köstlichsten Sorten hervor-bringen, wie z. B- die Landschaft Granada den Ma-laga, Sevilla den TereSwein, Murcia den Wein vonVillatobas, Valenzia den köstlichsten Alikantewein, Ka-talonien den Malvafier, Navarra den SpanischenSekt rc. Außer den Weinen wird auch mit den Süd-