Spanien. 171
früchten ein starker Handel nach allen EuropäischenLändern getrieben; denn Spanien gewinnt, außer denLimanien, Citronen und Pomeranzen, auch eine MengeGranatapfel, Feigen, die sich besonders durch ihre Sü-ßigkeit auszeichnen, aber den Smirnaifchen an Größe?c. nicht gleich kommen, Datteln, Mandeln, Pistazienund Oliven. Kastanienbäume sind in solcher Mengevorhanden, daß mit den Früchten derselben die Schweinegemästet werden; auch kommt der Johannisbrodbaumvor, so wie alle Gattungen des gemeinen Obstes. Annützlichen Holzarten fehlt eö gleichfalls nicht, Cypres-sen, Cedern, KermeSeichen, Terpentinbäume, der Ma-stsrbaum, der Gerber- und der nützliche Korkbaum sindProdukte des Spanischen Bodens. — Unter den Pro-dukten des Thierreiches stehen die Schafe oben an,wovon ehemals Spanien einen Hauptgeipinn zog, s,unter Schaf und Schafzucht, Th. 138, welcheZucht aber in neuester Zeit, wo dieseSKönigreich durchbürgerliche Kriege zerrüttet worden, sehr vernachläs-sigt worden ist. Besonders sind die Merinos wegenihrer feinen Wolle sehr geschäht, und haben sich diesel-ben von Spanien aus durch ganz Europa verbreitet,und dienen überall zur Veredelung der Landesracen.Man hat aber auch Schafe vongröbererWolle. Ziegenhält man, besonders in Andalusien, in solcher Menge,daß einst Plüer über 85,000 daselbst fand. DaöSpanische Hornvieh ist größtentheils schön, aber nichtzahlreich; zahlreicher sind die Schweine vorhanden.Die Spanischen Pferde zeichnen sich durch Schön-heit, Schnelligkeit und Dauerhaftigkeit aus, besondersschön sind sie in Andalusien; die Maulesel und Eseldurch Stärke und großen Wuchs. Wild aller Art lebtin den Wäldern und aus den Gebirgen, darunter auchGemsen, Bären und Wölfe. Eö fehlt ferner nicht anwilden und zahmen Geflügeln, an guten Gattungenvon See- und andern Fischen, und an Austern. So