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Spanien.
Was die Jagd und Fischekey anbetrifft, sonährt Erstere wohl hin und wieder einzelne Bewohner,nicht aber ganze Gemeinden, wohl aber Letztere, welchein den Flüssen und im Meere betrieben wird; in demLetzteren sängt man Thunfische, Sardellen und Ma-krellen; allein die ehemals starken Auflagen auf daöSalz, dann die Unsicherheit auf dem MittelländischenMeere vor den Afrikanischen Seeräubern, und dannauch die Unthätigkeit der Spanier selbst, hemmten bis-her den Fischfang so sehr, daß man jährlich für bei-nahe 5 Millionen Piaster Fische vom Auslande be-ziehen mußte. Nur die Einwohner von Galizien undBiöcaja betreiben sehr fleißig die Landesfischerei.
DerBergbau wird inSpanirn größtentheils nuraus unedle Metalle betrieben, seitdem man die edlenaus Amerika bezog. In alten Zeiten waren die Spa-nischen Bergwerke sehr ergiebig und berühmt; aberbei dem Verfall des Römischen Reichs horte man auf,sie zu bearbeiten. Die Gothen und andere nördlicheVölker gaben sich damit nicht ab; auch findet sich keineNachricht, daß zur Zeit der Araber oder Mauren inSpanien der Bergbau wieder betrieben worden sei. Erstdurch die Entdeckung der neuen Welt und der dortigenreichen Gold - und Silbergruben wurde die Thätigkeitder Spanier in Absicht auf die Bergwerke ihres Lan-des wieder rege. Unter Karl dem Fünften undseinem Sohne Philipp dem Zweiten fand manviele, die weit reichhaltiger waren, als die Amerikani-schen. Eö gab dergleichen Werke, da man aus einemCentner Erde 10, 15, 30, 60 ja 100 Mark Silberbekam. Daö Bergwerk zu Villa - Glttierre, nicht fernvon Sevilla, in welchem 150, ja zum öfteren 300Menschen arbeiteten, lieferte täglich ungefähr 1?0Mark Silber; allein es fehlte schon damals an einerhinlänglichen Zahl verständiger Bergleute, und in denfolgenden Regierungen der Könige aus dem Oestcrrei-