204 Spanien.
in Neuspanien, welcher der rechtmäßigen Handlung allerEuropäischen Nationen so großen Schaden zufügte,Einhalt zu thun, oder vielmehr dessen Zunahme, Ver-mehrung, zu hindern, und eS wurde schon zu Endedes zweiten Drittels des verwichenen Jahrhundertsvon vielen sich in den Amerikanischen Kolonien auf-haltenden Deutschen und Franzosen gemuthmaßt, daßdiese Kolonien sich dem Mutterlande einmal entreißenwürden; auch war man zu der Zeit schon besorgt, daßNeuspanien oder die Spanischen Kolonien den da-maligen Großbritannischen Kolonien in die Hände fal-len oder daß Großbritannien sie erobern würde; dieseshat sich jedoch Alles ganz anders gestaltet, und dieEngelländischen Kolonien haben sich früher dem Mut-terlande entzogen, denen jetzt die Spanischen gefolgtsind, wozu sie der gesperrte Handel oder der Han-delszwang hauptsächlich gebracht hat. Großbritannienist mit dem Verluste seiner Kolonien bestraft worden,weil es eine Reihe von Jahren einen Schleichhandelauf Kosten des ganzen arbeitsamen Europa'S unter-stützte und begünstigte, und Spanien zum Theil durchdie Bedrückungen seiner Adoptivkinder in seinen ehema-ligen Kolonien. Eine Ostindische Handelsgesellschaftbetrieb früher einen Theil des Amerikanischen Han-dels. — Was den Landhandel Spaniens anbe-trifft, so ist dieser nur unbedeutend und beschränkt sichbloß auf Frankreich und Portugal. An den Handelder Spanier mit den Kanarischen Inseln, worausman gegen verschiedene Natur- und Kunstprodukte,Getreide, Wein, Wachs und Honig, Zucker, Orseille,Drachenblut rc. bezieht, haben von jeher Engländer,Holländer und Nordamerikaner Theil genommen, undder Handel mit der Barbarei), woraus die SpanierGetreide und andere Lebensmittel, und mit den West-Afrikanischen Küstenländern, woraus sie Negersklavenfür ihre Kolonien holen, ist nicht von großer Bedeu-