Spanische Kette. Spanische Kleye. 243
verschiedenen Saucen gebrauchen; dann wird sie mitetwas Mehl legirt; sie darf aber nicht zu braun, nichtzu dick, und unter keinen Umständen auch nicht zusalzig seyn.
Spanische Rette, beim Gold- und Silberdraht-plätte r, ein gekräuselter Lahn, der aus Kantillen ge-plättet wird. Die Kantillen werden erst mit aus-einander gestellten Walzen etwas gequetscht, dann ziehtman sie auseinander, jedoch so, daß noch Ringel blei-ben, die platt neben einander liegen. Hierauf werdensie auf einer Untern Walze geglättet, die in der Mitteder Stirn einen kleinen Reif hat. Die Hälfte derKamille, welche nicht ausgezogen worden, liegt beimPlätten in dem Reife, und wird daher nicht platt oderflach gedrückt; die andere Hälfte plätten aber dieWalzen.
Spanische Rirsche, s. unter Kirsche, Th. 39, S.60 u. f. Man hat drei Arten dieser Kirsche, dieschwarze, weiße und rothe, welche an dem ange-führten Orte abgehandelt worden. Diese Kirschenwerden auf folgende Weise eingemacht. Die Stielewerden lang an der Frucht abgeschnitten, dann dieKirschen gewaschen, und auf einem Durchschlage trok-ken ablausen lassen. Man nehme 1 Pfd. SpanischeKirschen, Psd. Zucker, der mit Wasser zu einemstarken, weißen, klaren Syrob gekocht werden muß;in diesen thue man die Früchte, lasse sie nicht zu weichwerden, auch so in Acht genommen, daß die Haut derKirschen glatt und die Frucht klar bleibt, und thue siekalt in Gläser. Nach zwei Tagen sehe man sie nach,ob sie auch nicht zu viel Saft nachgelassen haben. Istdieses der Fall, so koche man den Syrob so dick, alsmöglich, ein, und verbinde die Gefäße, nachdem dieKirschen kalt geworden, gehörig.
Spanische Rlepe, siehe unter Tabak, Schnupf-tabak.