Band 
Hundert und sechs und funfzigster Theil, welcher die Artikel Sonntag bis Speckstein enthält.
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Spanischer Salat. Spanischer Tanz. 255

gegen sollen diejenigen Spanischen Reiter, deren Wel-len mit Blech beschlagen und deren Federn von Eisensind, gute Dienste in den Festungen leisten. Fig. 8744zeigt einen Spanischen Reiter. — Man nenntauch dieKunstreiter SpanischeReiter. Woherdiese Benennung eigentlich kommt, ob die ersten Rei-ter, die Kunststücke, eguilibrische Uebungen auf Pfer-den gemacht haben, aus Spanien gekommen, oder obman diefe Benennung ihnen bloß so beigelegt hatte,weil man die Spanischen Pferde zu solchen Uebungenam geschicktesten gehalten, läßtsich nicht mit Bestimmt-heit angeben, so viel ist gewiß, daß die erste Kunstrei-tergesellschaft, oder die ersten Kunstreiter, die nachDeutschland gekommen, Franzosen waren.

Spanischer Salat, s. unterS a la t, Th. 130, S. 705.

Spanischer Seesoldat, s. unter Soldat, Th. 155,S. 376.

Spanischer Sekt, s. Spanischer Wein.

Spanischer Stiefel, Spanische Stiefeln,Beinschrau ben, ehemals ein Marterwerkzeug, umeinen Verbrecher! im zweiten Grade der peinlichenFrage zum Geständniß zu bringen. Es sind hölzerneSchienen, zwischen welche die Beine gelegt, und mitSchrauben stark zusammen geschraubt werden.

Spanischer Stock, s. SpanischesRohr.

Spanischer Tabak, s. unter Taback, in T.

Spanischer Takcl, der große Looper auf den Schiffen.

Spanischer Tanz, ein Tanz, der etwas Gravitätischesund Ernsthaftes hat, jedoch gilt diese Benenung nurvon den frühern Spanischen Tänzen; also auch hiernur von denen ihnen ähnlichen. Die gegenwärtigenTänze der Spanier haben auch einen leichteren An-strich, nicht mehr jenes Gravitätische und Steife; siesind bei weitem ungezwungener und heiterer, ja aus-gelassener geworden. Unter die alten Spanischen Tänzegehören die lbolls <1 und die Sarabande. >