274 Spanische Tracht.
gemahlen wird. Die Farbe giebt man dem Tabak durchBeimischung eines EisenocherS oder eines röthlichenEisenoxids, Eisenkalks (lUibnica knbrilis I-inn.),welcher in Amerika, auf der Küste des KönigreichsGrenada gegraben wird. Es kommen jährlich zweiSchiffladungen davon, jede zu 240 Tonnen, nach Se-villa. Außer dem Havannatabak, welcher der beste ist,braucht die Fabrik auch Brasilianischen, Virginischenund sogar Holländischen und Deutschen, weil sie sonstder Leidenschaft der Käufer nicht Genüge leisten könnte.Der Preis, sowohl des guten, als des schlechten, ist einer-lei; das Pfund kostet 32 Realen. In die KöniglicheKasse fließen jährlich aus dieser Fabrik, nach Abzugaller Unkosten, über 80 Millionen Realen, und dieseQuelle der Staatseinkünfte ist dem Könige so vielwerth, als Indien, weil sie eben so viel einträgt. Auchin Kriegszeiten kommen jährlich zwei SchiffladungenVirginischen Tabaks auf Rechnung deö Königs nachSevilla. Von diesem kostete dem Könige das Pfund10 Maravediö. Der Virginische, Brasilianische undandere fremde Tabak dient zum Rauchtabak. VomHavannaischen Rauchtabake der besten Art, kostet dasPfund in den ersten Lüstres dieses Jahrhunderts 6 bis7 Pesos. Im Jahre 1780 war in dieser Fabrik für20 Millionen Piaster an Tabaksblättern vorräthig.Die reinen Einkünfte werden aber auf?,330,935 Rthlr.von denen 5 Rthlr. auf einen Louisd'or gehen, gerech-net. Ein MehrereS hierüber, unter Tabak, in T.
Spanische Tracht, die National-Tracht der Spanierbeim männlichen Geschlechte ist der schon oben, unterSpanischer Lebensart, angeführte Mantel, je-doch nimmt auch diese Tracht immer mehr ab, undmacht der allgemeinen Europäischen nach dem Lond-ner oder Französischen Schnitte Platz, besonders istdieses Letztere in der Residenz, in Madrid, der Fall,wo man die Spanischen Mäntel nur noch selten als