Band 
Hundert und sechs und funfzigster Theil, welcher die Artikel Sonntag bis Speckstein enthält.
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376 Span.Tuchmanufaktur. Span-Vögel.

ihnen zu großer Zierde, und dient, ihren Mienen undBlicken einen besondern Reiz zu geben. Bei uns inDeutschland entstellt diese Tracht mehr, als daß sie ei-gentlich verschönert, indem der Schleier nur ganz flachauf dem Haupte zu liegen und dicht am Gesichte herab-zuhängen pflegt, ohne den geringsten Faltenwurf, wo-durch das Ganze erst ein malerisches Ansehen erhält.Die Spanierinnen befestigen ihn daher an eine Art.von Wulst oben auf dem Wirbel, so daß er frei herab-strebt und die Fülle des schwarzen Haupthaares nurleicht verhüllt, und bei diesem leichten Herabfallen wirster die schönsten Falten, und hängt nicht, wie bei uns,gieich einem ausgebreiteten Betttuche vor dem Ge-sichte, so daß der Faltenwurf durch das Anspielen derLust unmöglich wird. Eine besondere Aufmerksamkeitverwenden die Spanierinnen auf die Fußbekleidung,die von keiner Schleppe dem Blicke entzogen wird.Die zierlichen Schuhe sind oft reich gestickt, so wieder Zwickel des seidenen blendend weißen Strumpfes,den die langen Franzen des schwarzen Kleides umspie-len. S. auch den Art. Kleid, T^. 40, S. 119 u.f. — Die Bauern im nördlichen Spanien tragen ge-wöhnlich Kapuzinermäntel und spitze Mühen von brau-nem Tuche, welche Tracht, besonders wenn der Man-tel etwas zerrissen ist, bei den langen, hageren, gelbenGesichtern und dem schwarzen Haare, wirklich etwasAbschreckendes hat. Die Bauernweiber tragen sichungefähr so, wie in einigen Kantonen der Schweiz,schwarz, und das lange rabenschwarze Haar hängt instarken Flechten den Rücken herab. EinMehreres hier-von wird noch unter Tracht vorkommen.

Spanische Tuchmanufakcue, siehe unter Tuch undTuchmanufaktur, in T.

Spanische Vogel, die Benennung eines gewissen Ge-backenes, welches die Schüsseln zu verzieren oder zugarniren gebraucht wird.