Band 
Hundert und sechs und funfzigster Theil, welcher die Artikel Sonntag bis Speckstein enthält.
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Spanner. 287

So auch das Spannen oder die Spannung,welches Letztere auch in einigen Fällen von der Hand-lung des Span neuS, noch häufiger aber von demZustande gebraucht wird, da ein Körper gescannt ist.

Spanner, von dein vorigen Zeitworte. 1. Der-jenige, welcher spannt, am häupgsien in einigen Zu-sammensetzungen, z. B. Anspanner, Ausspan-net, Büchsenspann er, Bogenspanner, Ein-spänne r. In einigen Süddeutschen Gegenden, be-sonders in der Schweiz, nennt man die Auf- und Ab-lader der Frachtwägen Spanner, Einspänner,weil sie die Güter auf den Wagen spannen. 2) EinWerkzeug, ein anderes Ding damit zu spannen. Soheißt das Werkzeug, womit die Feuerrohre mit den al-ten Deutschen Schlössern gespannt werden, der Span-ner. Das Stückchen oben an der Säge, womit derStrick umgedrehet und das Sägeblatt gespannt wird,führt gleichfalls diesen Namen. — Beim Stickerist der Spa nner, Fr. Oareun, ein Werkzeug vonzwei, sechs bis acht Linien starken eisernen Stangen,deren jede nicht so lang ist, als die Breite des Rah-mens, den man gerade spannen will. Diese beidenStangen sind an einem Theile ihrer Länge mit Löchern

- versehen, damit man sie länger oder kürzer machen

- kann, wenn man die Schraubenmutter, welche ihnenzur Achse dient, weiter rückt. Sie haben an jedemEnde zwei krumme Füße, die dtn Rahmbaum umsas-

v sen müssen, wenn der Spanner gespannt worden.Man bringt diese beiden Stangen 2 bis 3 Zoll län-ger, als die Breite des Rahmens, zusammen, alsdannbringt man diese Stangen, wenn man sie vorher mitihren Füßen gegen die beiden Rahmbäume gestellt hat,durch einen Ruck gleichlaufend zusammen; man be-festiget sie darauf mit einem eisernen Schiebering, wo-durch man die Rahmbäume, die sich einwärts krümm-ten, nothwendig wieder gerade richtet, und den Grund