288 Spänner. Spanner (Brer-).
in der Mitte ausdehnt. Ehe man spannt ist es gut,daß man zwischen dem Fuße und dem Rahmbaume einvielfältig zusammengelegtes Stück Papier einklemme,besonders wenn Zeug darauf gerollt ist. Es giebtauch noch eine andere Art von Spanner, welcher auszwei durch eine Schraube in einander greifende Stan-gen besteht, und die man auf folgende Weise in dieLänge treibt: Man drehet nämlich mit einem Nagel,der wechselweise in die Löcher gestoßen wird, die aufden vier Seiten einer Nuß vorhanden sind, welcheLetztere die Stange hält, wo die Schraube hereinläuft.Dieser Spanner ist einfach und läßt sich gut gebrauchen.
Spanner, ein nur in einigen Gegenden, z. B. in demHallischen Salzwerke, übliches Wort, denjenigen zu be-zeichnen, welcher etwas mit einem andern gemeinschaft-lich besitzt. So sind daselbst Spänner diejenigen,welcheein^-a lz k o th mit einem Andern gemeinschaft-lich besitzen, zum Unterschiede von den Pfännern,deren jeder eine Salzpfanne oder ein Salzkothallein besitzt. Im Bergbaue ist Einspäner der-jenige, welcher eine Zeche allein bauet. Von span-nen, verbinden, gleichsam der ein Gespann imBesitze hat. — Bei den Holzflößen auf der Elbesind die Spänner schwache Scheite oder Tremmel,welche gebraucht werden, die Winden an den Flößendamit anzuziehen und zu befestigen.
Spänner (Acht-), s. Spanner (Ein).
.— (An-), Anspanner, ein Kutscher, Fuhrmann,welcher die Pferde vor den Wagen spannt.
— im Bergbaue, s. oben.
— (Bier-), Packhofsspänner, ein mit zwei Pfer-den bespannter Güterwagen, worauf die Güter oderWaaren der Kaufleute auf dem Packhofe geladen undin ihre Wohnung gebracht werden. Den Bau dieserArt Lastwagen, s. unter Wagen. Woher eigentlichder Name Bier spänner kommt, ist schwer zu be-