Spargel. 339
von den oben angeführten guten Samenkörnern, undstecke oder lege in die um das Stäbchen herum in einerWeite von einem Zolle mit dem Zeigefinger gemachten,einen Zoll tiefen Löcher, in jedes nur ein einziges Spar-gelkorn, und mache sie dann zu; das große zuckerhut-förmige Loch bleibt aber offen stehen. Beim Einlegender Körner muß man genan darauf achten, daß nichtmehr als ein Samenkorn in ein Loch fällt, weil mansonst nach dem Aufgehen der Pflanzen im Aushebenderselben sich großen Schaden thun würde, indem auseinem Korne drei, vier und mehr zarte Stengel her-vorschießen, die bei mehreren Körnern zusammenwach-sen, so daß man bei Zertheilung derselben leicht diebloßen schwachkreibenden Neben sprossen, nicht aberdie Hauptpflanzen stehen lassen dürfte. Wenn dieseSaat im Herbste, wo eö eigentlich geschehen sollte, ge-macht worden ist, so gehen die Samenkörner im An-fange des Aprils mit drei bis vier Stengeln auf, undmüssen in den während des Winters zum Theil zuge-fallenen großen zuckerhutförmigen Löchern sowohl, alsauch auf dem ganzen Beete vom Unkraute rein gehal-ten werden, jedoch ohne eine von den Spargelpflanzenzu beschädigen. Macht aber der Gärtner erst dieSaat im März, so muß er die Samenkörner voxherin einem warmen Zimmer in Leinwand bis zum Auf-platzen der Keime sechs bis sieben Tage lang einschla-gen, und dieselben entweder mit lauwarmen oderüber-schlagenem Fluß- und Regenwassec, oder mit aufgclö-setem Schneewasser immer feucht erhalten, und dannbei guter Witterung auf die vorher beschriebene Art indie Erde bringen, wenn sie im April aufgehen und nichtverderben sollen. Nach einigen Schriftstellern soll dasLegen der Spargelsamenkörner am besten im Februar,auch März geschehen, und das gute, fette Land dazurecht klar und eben geharkt werden, und damit derSamen gut unter die Erde komme, soll man ihn Fuß
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