Band 
Hundert und sechs und funfzigster Theil, welcher die Artikel Sonntag bis Speckstein enthält.
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342 Spargel.

genden Graben bedeckt, wenn aber zwei Spadenstichetief riolet worden, der Mist zwischen die zwei Spaden-siiche eingelegt wird, und also in beiden Fällen 10bis 12 Zoll hoch Erde über sich hat. Wenn dieseArbeit im Winter oder doch eine geraume Zeit vor derPflanzung des Spargels verrichtet worden, wird derobere Spadenstich Erde auf den jedesmal vorhergehen-den Graben nicht eben, sondern so aufgeworfen, daßdie Erde über jeden Graben entlang in einer hohenspitzen Reihe zu liegen komme, und diese Erdreihenerst dann geebnet, wenn der Spargel wirklich gelegtwerden soll. — Wenn nun das Frühjahr bei selbst erstzu erziehenden Pflanzen später, bei erkauften schonfrüher kommt, so muß man die Spargelpflanzen beiguter Witterung durch einen Arbeiter mit der langendreizackigten Mistgabel sehr behutsam einenach der andern, jedoch ohne ihre Nebenschoße undKeime zu verletzen, ausheben, die kleinen, schwach be-wurzelten und beschädigten wegwerfen, die großen,dicken und starkbewurzelten aber aussuchen, an denWurzelspitzen beschneiden, und von einem andernArbeiter sogleich in jedes Loch eine einzige Pflanzesetzen lassen, damit Luft und Sonne ihre Feuchtigkeitnicht aussaugen können; denn mehrere Pflanzen inein Loch zu setzen, ist eben so schädlich, als wenn manmehrere junge Obstbäume in ein Loch pflanzen wollte.Beim Einpflanzen zieht der Pflanzer aus jedem Locheerst das Stäbchen aus, macht mit den Fingern einekleine Erderhöhung in der Mitte des Loches, setzt dar-auf die Krone der Pflanze ausrecht, breiter die übrigenWurzeln gleich zirkelförmig, wie die Speichen amRade, aus, bedeckt hierauf die Wurzeln mit einerHand voll Erde, welche er etwas andrückt, und fülltendlich das Loch im festem Boden 6 bis 8 Zoll, inlockerm Boden aber 9 bis 12 Zoll hoch mit Erde an,jedoch ohne diese aufgeschüttete Erde anzudrücken, da-mit die Krone und Nebenschoße oder Augen nicht ab-